zur Navigation springen

Jugendverbände der Landtags-Parteien werben gemeinsam um junge Wähler

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Nachwuchs der politischen Parteien im Landtag macht mobil. Gemeinsam wollen die Verbände Jugendliche für Politik begeistern und an die Wahlurnen bringen. „Wir nehmen uns selbst in die Verantwortung“ heißt es in Positionspapier von Junger Union, Jusos, Grüner Jugend, Jungen Liberalen und der SSW-Jugend.

Gemeinsam traten die Vorsitzenden der im Verband politischer Jugend (VPJ) kooperierenden Verbände gestern erstmals in der Landespressekonferenz in Kiel auf. Und das Quintett hat wie die Mutterparteien die Landtagswahl im Mai 2017 fest im Blick. Erstmal dürfen dann auch Jugendliche im Alter von 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

„Es gibt einen großen Anteil auch junger Menschen, die sich gar nicht für Politik interessieren“, sagte der Vorsitzende der Jungen Union, Tobias Loose. Vor allem an Schulen wollen die Jugendorganisationen Neugier und Engagement für (Landes-)Politik wecken. Problem nur: „Viele Schulleiter haben große Vorbehalte, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt“, sagte Juso-Landeschef Niclas Dürbrook. Deshalb müsse das Bildungsministerium die Spielregeln etwa für Podiumsdiskussionen an Schulen klarer kommunizieren.

Vereint sind die Jugendorganisationen in dem Ziel, „Themen verständlich zu kommunizieren ohne sie zu vereinfachen“. Die Nachwuchspolitiker wollen die Unterschiede zwischen den einzelnen Parteien klar herausstellen, aber fair miteinander umgehen. „Die AfD profitierte bei den vergangenen Wahlen von der Geschichte, dass sich die anderen Parteien zu sehr ähneln würden. Das stimmt ja aber nicht“, sagte der Landessprecher der Grünen Jugend, Lasse Petersdotter.

Klage führten die Nachwuchspolitiker auch über mangelnde Unterstützung von Kommunen bei der Suche nach Veranstaltungsräumen. Es sei nicht hinnehmbar, „wenn politische Jugendorganisationen Probleme beim Mieten von Räumlichkeiten haben oder der Straßenwahlkampf durch Plakatverbote eingeschränkt wird“, sagte Loose.

Am Wochenende wollen die Organisationen auf einem Kongress in Barmstedt mit dem Titel „Schleswig-Holstein 2050“ über politische Herausforderungen debattieren.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Apr.2016 | 11:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen