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Norwegenkai in Kiel : Joint und falscher Führerschein: Polizei stoppt Tourist

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Aus der Onlineredaktion

Wie schnell fährt mein Auto? Das wollte ein 29-jähriger Norweger in Schleswig-Holstein testen. Der Plan ging gründlich daneben.

Kiel | Ein 29-Jähriger kam extra mit der Fähre aus Norwegen nach Kiel, um auf einer deutschen Autobahn mal das Leistungsvermögen seines Wagens zu testen. Doch der Zoll und die Polizei machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Drogenschnelltest der Polizei positiv, Führerschein gefälscht - und das Auto am Ende vom Zoll beschlagnahmt. Die Fahrt endete auf dem Parkplatz des Skandinavienkais. „Nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung durfte der Mann seinen Weg zu Fuß fortsetzen“, teilt die Polizei mit.

Der Norweger wurde bereits am Freitag nach seiner Einreise mit der Fähre um kurz nach 11 Uhr kontrolliert. Den Beamten vom Zoll kam das Verhalten des Mannes auffällig vor. Als er zugab, er habe einen Joint geraucht, verständigten die Zollbeamten die Polizei. Ein Drogenschnelltest bestätigte den Verdacht, dem Norweger wurde eine Blutprobe entnommen. „Sofern die Untersuchung eine verbotene Substanz im Blut nachweist, liegt eine Ordnungwidrigkeit vor, die eine Geldbuße bis zu 3000 Euro nach sich ziehen kann“, schreibt die Polizei.

Doch damit nicht genug. Auch der vorgelegte Führerschein aus dem US-Staat Illinois erweckte den Argwohn der Polizisten - sie ließen ihn kurzfristig zu den Urkundenexperten des Landeskriminalamtes bringen. Nach wenigen Minuten stand fest, dass der Führerschein eine Totalfälschung war. Der angebliche Führerschein wurde beschlagnahmt.

Schließlich ergab die Überprüfung des Pkw durch den Zoll Hinweise auf Verstöße gegen steuerrechtliche Bestimmungen. Der Zoll beschlagnahmte das Auto. Neben dem Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wird sich der 29-Jährige auch wegen des Verdachts einer Urkundenfälschung sowie steuerrechtlicher Verstöße in einem Strafverfahren verantworten müssen.

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erstellt am 18.Nov.2014 | 16:14 Uhr

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