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Schlechte Bewerbung : Internationaler Markt ohne die Griechen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zwei Bewerbungen des traditionellen Teilnehmerlandes fallen wohl durch. Auch Syrien hat schlechte Karten – nächste Woche entscheidet die Politik.

Kein Gyros, kein Zaziki, kein Bauernsalat mit Fetakäse: Gleich zwei Bewerber aus Griechenland konnten die Verwaltung nicht überzeugen, erhalten wohl keine Zulassung für einen Stand beim 39. Internationalen Markt während der Kieler Woche in diesem Jahr. Die Festwoche steigt vom 18. bis 26. Juni. Auch Syrien soll mit landestypischen Spezialitäten nicht auf dem beliebten Rathausmarkt vertreten sein. Das geht aus einer Vorlage des Oberbürgermeister-Büros hervor, über die kommende Woche im Hauptausschuss politisch abgestimmt werden soll.

Unattraktives Angebot, Mängel in der Bewerbung, fehlendes offizielles Empfehlungsschreiben einer Botschaft oder eines Konsulats – mit diesen Begründungen werden Bewerber abgelehnt. Das ist nicht unüblich. Zudem reicht der begrenzte Platz am Rathaus meist nicht für alle Interessenten.

Griechenland hat nach Auskunft der Stadt „eine lange Tradition als Teilnehmerland auf dem Internationalen Markt“. Ab 2009 etwa war es (fast) immer dabei (Ausnahme: 2013). Doch diesmal hakte es: „Eine Bewerbung für Griechenland ist abzulehnen, da keine vollständigen Bewerbungsunterlagen und kein Empfehlungsschreiben vorgelegt wurden“, teilt OB Ulf Kämpfer mit. Eine weitere Bewerbung für Griechenland sei abzulehnen, „da die Bewerbung im Vergleich zu den übrigen Bewerbern am wenigsten attraktiv erscheint“. Die Anbieter kommen aus Hannover und München. Der Kieler Interessent, der Syrien vertreten wollte, habe keine vollständigen Bewerbungsunterlagen und auch kein Empfehlungsschreiben eingereicht. Eine Hamburger Bewerberin für Peru habe ebenfalls keine Chance, da es eine weitere, attraktivere Bewerbung für Peru gebe.

Die Zahl der auf dem Schlemmermarkt vertretenen Länder wächst indes wieder: Im Durchschnitt sind es um die 30. Im vergangenen Jahr gab es Stände aus 34 Ländern, in diesem Jahr sollen es 35 Anbieter sein. Unter anderem soll nun die Türkei wieder dabei sein – 2015 war die Kieler Anbieterin aufgrund von Fehlern in der Bewerbung nicht zugelassen worden. Dies hatte für Wirbel in Kiel gesorgt. Doch an der Ablehnung änderte später auch eine Intervention von Kommunalpolitikern nichts mehr.

Neu in der Liste stehen für 2016 Bangladesch, Indonesien, Neuseeland sowie das afrikanische Swasiland. Neben exotischen landestypischen Schlemmereien wie diversen Currys, Steaks vom Outback-Rind oder vom Zebra, Elchburger, Krokodilspieß oder Hirschwrap bieten die Standbetreiber oftmals auch Kunsthandwerk an oder stellen Musikgruppen, die das jeweilige Land auf der Bühne vertreten. Kiels Partnerstädte bekommen wieder eine besondere Präsentationsmöglichkeit: Vorstellungen der Partnerstädte Antakya/Hatay (Türkei), Tallinn (Estland), Gdynia (Polen), Coventry (Großbritannien), Vaasa (Finnland) und Sovetsk (Russland) werden ermöglicht. Und: Erstmals sollen keine Plastiktüten mehr auf dem Internationalen Markt ausgegeben werden.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 06:12 Uhr

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