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"Eine Stadt für alle" : Interkulturelle Woche setzt Akzente gegen Rassismus

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Lieder für Frieden und Gleichberechtigung: In der Landeshauptstadt beginnt die Aktion mit einem Umzug aus 600 Teilnehmern

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 00:32 Uhr

Nachdenklich und fröhlich, kreativ und engagiert – so präsentiert sich das Programm zum bundesweiten Auftakt der Interkulturellen Woche vom 21. bis 29. September in Kiel. Gemeinsam mit dem bundesweiten Ökumenischen Vorbereitungsausschuss gestaltet die Landeshauptstadt die zentrale Auftaktveranstaltung mit fünf Elementen am Sonnabend, 21. September. Das städtische Referat für Migration organisiert gemeinsam mit 106 Mitveranstaltern die Interkulturelle Woche in Kiel.

Erster Höhepunkt des Auftaktprogramms ist der interkulturelle Umzug unter dem Motto „Eine Stadt für alle – Kiel ohne Rassismus“. Über 600 Teilnehmer aus Vereinen, Verbänden, Musik- und Tanzgruppen sowie Gewerkschaften gestalten den Umzug fantasievoll mit Trachten und Kostümen, Spruchbändern und Plakaten. Gäste können sich dem Umzug anschließen. Mit Liedern für Frieden und Gleichberechtigung der Kulturen und des Ernst-Busch-Chores Kiel beginnt der Umzug um 14.30 Uhr auf dem Ernst-Busch-Platz am Germaniahafen. Von dort geht es um die Hörnspitze durch die Innenstadt zum Alten Markt.

Wenn die Trommeln den Zug an besonderen Orten auf dem Weg durch die Stadt stoppen, gibt es kurze Statements zu Diskriminierung, Zivilcourage und Rassismus früher und heute. Vor dem Bahnhof auf dem Platz der Kieler Matrosen spricht Ulrich Stangen von der IG Metall über den Matrosenaufstand von 1918, der das Ende des Ersten Weltkrieges einläutete. Christel Piper von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes geht im Gängeviertel auf Höhe der Sparkassen-Arena auf die Judenverfolgung ein. Vor dem Opernhaus erinnert Generalintendant Daniel Karasek an den Überfall von Neonazis auf einen Künstler des Theaters im Jahr 2009.

Jugendorganisationen organisieren einen Flashmob. Gegen 17 Uhr erreicht der Umzug den Alten Markt. Dort sprechen Landtagspräsident Klaus Schlie und Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke Grußworte. Die Glocken der Nikolaikirche läuten um 18 Uhr zum bundesweiten Ökumenischen Gottesdienst „Wer offen ist, kann mehr erleben“.

Die zahlreichen Veranstaltungen bildet das Programmheft der Interkulturellen Woche ab. Es liegt öffentlich aus und ist auf den städtischen Internetseiten zu finden. Für Informationen steht das Referat für Migration unter Tel. 0431/9012430 oder unter referat-migration@kiel.de bereit.

> www.kiel.de/interkulturell

 

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