zur Navigation springen

Sport- und Freizeitbad : Im September wird Richtfest gefeiert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das neue Sport- und Freizeitbad an der Hörn wächst in die Höhe. Insbesondere Schulen und Vereine sollen von der Anlage profitieren. Das Bad bietet neben der 50-Meter-Wettkampfbahn auch eine eigenes Lehrschwimmbecken, ein Planschbecken und eine Wasserrutsche.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 18:50 Uhr

Stolz steht er in der Wasserpfütze zwischen den runden Pfeilern, breitet die Arme aus und sagt: „Hier wird das Foyer entstehen.“ Man braucht schon etwas Fantasie, um Axel Scheel folgen zu können, dem städtischen Projektleiter für das entstehende Sport- und Freizeitbad an der Hörn. Und doch: Langsam wächst Kiels zweitgrößte Baustelle – nach dem Gasheizkraftwerk auf dem Ostufer – in die Höhe. Im September soll das Richtfest, im Sommer 2017 die Einweihung gefeiert werden.

Auch für den städtischen Experten genießt das 25-Millionen-Euro-Projekt eine besondere Bedeutung, denn: „Man baut ja nicht jeden Tag ein Schwimmbad.“ Beim Rundgang über die Baustelle präsentiert Scheel die Besonderheiten des Gebäudes mit seiner leicht abgeschrägten Fassade, die als architektonisches Markenzeichen von der Gablenzbrücke schon erkennbar ist. Das untere Geschoss nimmt die anspruchsvolle Technik auf, die mittlere Etage ist die Schwimm-Ebene, obendrauf wird die Sauna-Welt thronen.

Das moderne Bad wird ein 50-Meter-Becken mit acht Bahnen aufnehmen und damit auch die Vorgaben des Schwimmverbandes für regionale Meisterschaften erfüllen. Eine Wendebrücke soll bei Bedarf das große Becken in zwei Hälften unterteilen. Dank eines speziellen Hubbodens ist die Wasserhöhe zwischen Null und zwei Metern variabel – kein Rollstuhlfahrer muss vor Stufen kapitulieren. Ein Freizeitbecken, ein spezielles Lehrschwimmbecken und auch ein Planschbecken gehören ebenfalls zur Ausstattung – nicht zu vergessen ein kleines Außenbecken und die Wasserrutsche, die nach 75 Metern im eigenen Bassin endet.

Insgesamt 450 Pfähle, die bis zu 30 Meter tief in der weichen Erde des früheren Schlachthof-Geländes stecken, tragen die gewaltige Last des Bades. Diese Arbeiten waren der Grund, weshalb es auf der Baustelle in den ersten Monaten scheinbar nur langsam voranging. Doch der Schein trügt. „Wir liegen im Zeitplan“, bestätigt Scheel. Im Gegensatz zur Frühphase werden jetzt mehr Fertigbau-Elemente verwendet – der Bau macht jeden Tag fürs Auge erkennbare Fortschritte. Im Lehrschwimmbecken ist sogar schon das Wasser eingelassen – natürlich nicht für die ersten Kraulübungen, sondern zum Druck- und Dichtigkeitstest.

Bekanntlich ist ausgerechnet in Kiel, der „Sailing City“, der Stadt am Meer, die Ausstattung mit Bädern ziemlich dürftig. Neben dem Freizeitvergnügen standen bei der Konzeption deshalb das Sportschwimmen und das Schulschwimmen im Vordergrund. Alle Kieler Kinder sollen wieder schwimmen lernen – das war in der Vergangenheit keine Selbstverständlichkeit. Wie Scheel sagt, ist die Erwartung groß: „Die Vereine und Schulen sind schon ganz heiß.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen