Mobile Polizei-Wache : Im Laster vor Ort

Kurze Besprechung vor Dienstbeginn: Dieter Nissen  und Adam Czeczora haben in der mobilen Wache am Hauptbahnhof Dienst.
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Kurze Besprechung vor Dienstbeginn: Dieter Nissen und Adam Czeczora haben in der mobilen Wache am Hauptbahnhof Dienst.

Auf der Kieler Woche hat die Landespolizei in diesem Jahr erstmals zwei neue mobile Wachen im Einsatz. 200000 Euro kostete eine mobile Wache. Die Beamten vor Ort sind zufrieden – modern ausgerüstet erlauben sie schnelle Hilfe vor Ort.

shz.de von
28. Juni 2014, 06:55 Uhr

Bisher verlief die Kieler Woche ausgesprochen friedlich, wie die Polizei betont. Mehr als 180 Polizisten aus Kiel und Eutin sorgen täglich dafür. Ihre Diensträume sind während der Festwoche in Containern oder in sogenannten mobilen Wachen. Nach mehr als 20 Jahren hat sich die Polizei zwei neue mobile Einheiten – 200 000 Euro pro Stück – geleistet, die während der Kieler Woche zwischen halb sechs und drei Uhr nachts am Hauptbahnhof und am Düsternbrooker Weg stehen.

Der Leitende Polizeidirektor Joachim Gutt ist mit der Anschaffung zufrieden: „Durch die neuen Wachen ist die Polizei bei derartigen Anlässen im unmittelbaren Einsatzraum präsent und dadurch den Bürgern noch näher, um sofort polizeiliche Hilfe zu leisten.“ Außerdem seien die neuen Wachen eins zu eins wie Reviere ausgerüstet. Pressesprecher Jürgen Börner ergänzt: „Die zeitgemäße Ausstattung erfüllt alle taktischen und technischen Voraussetzungen, die für eine erfolgreiche Einsatzbewältigung notwendig sind. Darüber hinaus sind arbeits-schutzrechtliche Belange insbesondere in die Raumaufteilung eingeflossen.“

Adam Czeczora hat am Hauptbahnhof Dienst und ist von der neuen Wache, die gegenüber den alten einiges mehr an Komfort bietet, begeistert: „Die neue Wache ist größer, hat drei statt bisher zwei Räume und ist voll klimatisiert. Zudem haben wir hier die neueste Technik, auch was Funk und Internet angeht. Sie ist größer, wesentlich komfortabler und durch die helle Möblierung auch freundlicher als die alten Wachen.“ Czeczora ist auch Fahrer der neuen Wache, denn gegenüber der alten darf die nur noch fahren, wer einen Lkw-Führerschein hat.

Zur Kieler Woche selbst sagte Czeczora, dass sie bislang verhältnismäßig ruhig verlief. Das Anstrengendste und Unangenehmste kommt meist am späten Abend, kurz vor Ende des Tages, wenn die Beamten es mit alkoholisierten Personen zu tun haben, die dann auch mal aggressiv werden können. Aber alles in allem halte es sich in Grenzen. Neben der Kieler Woche sind die Fahrzeuge für große Demonstrationen oder bei Katastrophen-Einsätzen, wie beispielsweise in Itzehoe bei der Gasexplosion, im Einsatz.

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