Beachvolleyball-Halle : Im „Goldsand“ wird es sportlich

Sie lassen den Beachvolleyball-Traum Wirklichkeit werden: Investor Farid Argandival (von links), Betriebsleiterin Margarete Lass und Projektentwickler Stephan Lübbe.
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Sie lassen den Beachvolleyball-Traum Wirklichkeit werden: Investor Farid Argandival (von links), Betriebsleiterin Margarete Lass und Projektentwickler Stephan Lübbe.

Eine Halle für Beachvolleyball und andere Strandsportarten am Grasweg in Kiel wird endlich Realität. Insgesamt wurden rund 800 000 Euro in die alte Fabrikhalle investiert. Die Eröffnung ist für den 11. Januar geplant.

shz.de von
18. November 2013, 14:18 Uhr

Es ist das Ende einer schon mehrjährigen Geschichte. Doch dieses Ende ist eigentlich ein Anfang. Dass am Grasweg in Kiel tatsächlich einmal Beachvolleyball unter dem Hallendach gespielt werden kann, das mochte in der Szene kaum noch einer wirklich glauben. Jetzt aber ist es bald soweit. Das „Goldsand“ soll, wenn nichts mehr schief geht, laut Margarete Lass, die ab 1. Januar als Betriebsleiterin fungiert, am Sonnabend, 11. Januar, eröffnen. „Wir wollen allerdings nicht nur ein Angebot für Beachvolleyballer sein. Wir öffnen uns auch für Beachfußball, Beachhandball, Beachbasketball, Beachbadminton und sonstigen Unfug, den man im Sand so anstellen kann“, sagt die 33-Jährige, die bis vor wenigen Monaten Restaurant-Leiterin im Felder Seegarten war.

Und tatsächlich: Außen wie Innen hat sich die alte Fabrikhalle schon ordentlich gemausert. Von dem rund 3400 Quadratmeter großen Hallenareal werden zunächst nur etwa 2000 in sportlicher Hinsicht genutzt. Zwar versprüht das zukünftige „Goldsand“ bis auf eine fast fertig bemalte Wand, auf der eine Strandlandschaft zu sehen ist, noch keine Sommer- Atmosphäre. Aber lange wird es nicht mehr dauern. Ende November werden rund 900 Tonnen Spezial-Sand aus Warder herangeschafft und anschließend in die Halle gepumpt. Fenster und Türen werden bereits in den kommenden Tagen eingesetzt. Aktuell lässt sich bereits erkennen, wo später einmal die Umkleidekabinen, der Eingangsbereich, die Gastronomie, der Sauna-Bereich, die erhöhte Event-Fläche oder das Büro der Beachvolleyball-Abteilung im Schleswig-Holsteinischen Volleyballverband (SHVV) sein werden.

Das Konzept an sich, an dieser Stelle baggern, pritschen und schmettern zu lassen, ist – wie erwähnt – gar nicht so neu. Bereits vor einigen Jahren wurde das Projekt „Beachvolleyball am Grasweg“ heiß diskutiert, doch Probleme bei der Finanzierung verzögerten den tatsächlichen Start immer wieder. Auch Anfang 2013 war die Idee – mal wieder – taufrisch. Doch zunächst gab es Probleme, da damals noch nicht das komplette Grundstück im Besitz der Import-Export-Firma war, deren geschäftsführender Gesellschafter Farid Argandival nun insgesamt rund 800 000 Euro in das Konzept gesteckt hat. „Dann sind sich die Beteiligten in bestimmten Details nicht einig geworden“, erklärt Stephan Lübbe von der e3plan GmbH, die für die Projektentwicklung zuständig ist. Das „Sandwerk“, wie die Halle unter der mittlerweile ausgestiegenen Betreiberin Wally Schott geheißen hätte, ist Geschichte.

Nun also „Goldsand“: Das Konzept bleibt in den Grundzügen weitestgehend dasselbe wie zu „Sandwerk“-Zeiten. Vier Beachvolleyball-Felder bilden das sandige Herzstück. Diese werden sich allerdings binnen weniger Minuten auch für die anderen Sportarten herrichten lassen. „Wir planen, dass auch andere Veranstaltungen hier stattfinden können. Wenn es nötig wird, dann werden wir den Sandboden auch abdecken können“, betont Margarete Lass. Neben dem sportlichen Treiben liegt ihr als ehemaliger Restaurant-Leiterin natürlich auch viel am Gastronomiebereich: „Dort setzen wir auf Healthy Food, auf frisch zubereitetes und gesundes Essen und Trinken.“

Die Betreiber rechnen damit, dass sich der „Goldsand“-Einzugsbereich keineswegs auf das Kieler Stadtgebiet beschränken wird. Lass: „Auch aus dem Umland bis beispielsweise Rendsburg oder Eckernförde dürften sich Leute dafür interessieren.“

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