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Ab heute geöffnet : Im alten Lessingbad lockt das „Freistil“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Umbau des früheren Lessingbades ist abgeschlossen. Wenn heute Nachmittag um 17 Uhr das Restaurant „Freistil“ seine Türen öffnet, beginnt für den markanten Bau neben dem Knooper Weg endgültig die Neuzeit. Generationen von Kielern haben im Lessingbad das Schwimmen gelernt, das aber ist längst Vergangenheit (und an der Hörn entsteht gegenwärtig das moderne Sport- und Freizeitbad). Der Lessing-Bau beherbergt künftig eine Sporthalle, eine städtische Kita samt Krippe sowie das „Freistil“.

Julia Voigtlaender und Sven Büll-Carstens wollen mit diesem Namen natürlich auf die traditionelle Nutzung hinweisen, mit ihrem Restaurant aber auch neue Pfade außerhalb der üblichen gastronomischen Wege beschreiten. In Kooperation mit der Stiftung Drachensee läuft das „Freistil“ als Integrationsbetrieb: Menschen mit Behinderungen stellen mindestens die Hälfte des 18-köpfigen Personals.

Das bedeutet aber auch, dass die harschen Umgangsformen hier keine Gültigkeit haben sollen. „Der raue Ton hat mich immer schon gestört“, sagt Büll-Carstens, der einst die Kombüse auf der „Gorch Fock“ leitete und mit seiner Partnerin in den letzten Jahren das Koch-Portal in Felde unterhielt. „Wer laut wird, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht“, urteilt der erfahrene Koch über viele Branchenkollegen.

Klaus Teske, Vorstandschef der Stiftung Drachensee, ist froh über die gastronomische Kooperation. Handelt es sich doch bei den Mitarbeitern um Menschen, die auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt eher an den Rand gedrängt werden. Sie alle aber wollen beweisen, dass es auch im „Freistil“ klappt: mit Frühstück und Mittagstisch (etwa für die FH-Studenten), mit Kaffee und Kuchen und einer anspruchsvollen Abendkarte, die von regionalen Produkten lebt und ausgewähltem Fleisch. Nicht zu vergessen das Brunch-Angebot am Sonntag.

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erstellt am 14.Dez.2016 | 19:33 Uhr

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