Grusellabyrinth startet in Saison : Im alten Kieler Güterbahnhof spukt es wieder

Bleichgesichter treffen  auf Oberbürgermeisterin: Susanne Gaschke besuchte das Grusellabyrinth in Kiel.  Foto: Bornholt
Bleichgesichter treffen auf Oberbürgermeisterin: Susanne Gaschke besuchte das Grusellabyrinth in Kiel. Foto: Bornholt

"Das ist keine Jahrmarkt-Geisterbahn, sondern geht eher in Richtung Theater": Kiels Oberbürgermeisterin Gaschke lobt das Grusellabyrinth, das in die neue Saison startet.

shz.de von
06. Juli 2013, 10:57 Uhr

Kiel | Ob ihr ein Schauer über den Rücken lief, ist nicht bekannt: Vor dem offiziellen Saisonstart wagte sich die Kieler Oberbürgermeistern Susanne Gaschke ins Grusellabyrinth. Vor einem Jahr war die Politikerin noch als Privatperson hier gewesen. "Es war hammerhart, ich war danach total geschafft", berichtete sie. Als Oberbürgermeistern hat sie für die neue Saison nur Lob übrig. "Das ist keine Jahrmarkt-Geisterbahn, sondern geht eher in Richtung Theater", sagte sie beim Blick hinter die Kulissen.
Worte, die Holger Schliemann freuen. Er und sein Mit-Geschäftsführer Carsten Föhrweißer zogen vor drei Jahren wegen Beschwerden der Nachbarn von Schwentinental-Raisdorf in den alten Güterbahnhof ins Gewerbegebiet Tonberg um. Die Besucherzahlen für das nach eigenen Angaben größte Grusellabyrinth Deutschlands sind seitdem stetig gestiegen. Letztes Jahr kamen etwas mehr als 30.000 Gäste. "Wir sind als Stadt besonders froh über dieses wetterunabhängige Ziel für Touristen", sagte Gaschke.

Besucher müssen Symbolrätsel lösen

In jeder Saison gibt es eine andere Geschichte. Heute startet "Das Sakrileg des Lebens". Es geht um die Archäologin Ingeborg Schliemann, die ermordet wurde. Da der Mörder den Geist der Frau gefangen hält, spukt es in ihrem Haus. Die Besucher müssen nun ein verwunschenes und magisches Buch finden, um Ingeborg Schliemanns Geist zu befreien. "Um weiter zu kommen, müssen die Besuchergruppen zusammen Aufgaben lösen", erklärte Carsten Föhrweißer der Oberbürgermeisterin. Die Zusammenarbeit sei ein wesentlicher Unterschied zu anderen Grusel-Attraktionen.
Immer wieder müssen sich die Gruselfans ihren Weg durch die engen Bahnen suchen. Und bei schummrigem Licht durch das Spiegellabyrinth zu irren, kann ganz schön lange dauern. Zwischendrin müssen die Besucher eine Bibliothek durchsuchen oder ein Symbolrätsel lösen. Natürlich alles bei düsterem oder gar keinem Licht - Taschenlampen, Feuerzeuge oder Handys sind tabu. Dazu kommen die gruselige Musik und die Darsteller. Der Sensenmann und einige Geister gehen im Labyrinth um und sorgen für schaurige Stimmung. Kleine Spezialeffekte sorgen für Überraschungen. "Man könnte manchen Abteilungen einen Ausflug hierher schenken", so Gaschke ironisch, beeindruckt von der unheimlichen Atmosphäre. "Es ist alles sehr liebevoll gemacht", fielen ihr besonders die kleinen Details in den aufwändig gestalteten Räumen auf.

Die Saison läuft bis Ende März 2014. Öffnungszeiten: www.grusellabyrinth.de. Eintritt zum Grusellabyrinth, Tonberg 15: 15,50 Euro (Erwachsene) bzw.13,50 Euro (Kinder unter 16 Jahre). Um nicht lange warten zu müssen, kann man sich unter Telefon 0431 260 92 113 eine Einlass-Zeit reservieren.

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