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Industrie- und Handelskammer : IHK: Steuern dürfen nicht immer weiter steigen

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Rund 20 Prozent der Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern haben in diesem Jahr an der Steuerschraube für Gewerbetreibende gedreht.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 14:09 Uhr

Kiel | Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat einen anhaltenden Trend zu Steuererhöhungen in Schleswig-Holstein kritisiert. 18 Prozent der Gemeinden ab 2000 Einwohnern hätten in diesem Jahr ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht, teilte die IHK am Dienstag unter Berufung auf eine Umfrage mit. 2016 seien es bereits 17 Prozent der Gemeinden gewesen. Bei der Grundsteuer B, die alle Grundstücke mit Ausnahme von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen betrifft, waren es demnach 20 Prozent (2016: 23 Prozent).

„Wir dürfen uns nicht an die Steuererhöhungen bei der Gewerbesteuer und Grundsteuer gewöhnen“, sagte die Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn. „Letztlich steigt damit die Belastung unserer Unternehmen, die über Steuern einen Großteil der Einnahmen einer Gemeinde erwirtschaften.“ Nur Kommunen mit niedriger Steuer- und Abgabenlast sowie einer guten Infrastruktur blieben für Unternehmen langfristig interessant.

Steuererhöhungen großer Kommunen hätten Signalwirkungen, erklärte die IHK. So habe sich Kiel mit der Erhöhung der Gewerbesteuer auf 450 Prozent dem Niveau Lübecks angepasst. Die Grundsteuer B habe Glücksburg um 220 Punkte auf 700 Prozent erhöht und Flensburg um 210 Punkte auf 690 Prozent. Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Schleswig-Holstein beträgt laut IHK derzeit 359 Prozent (2016: 356 Prozent). Die Grundsteuer B stieg zum Vorjahr um durchschnittlich sieben Punkte auf 363 Prozent.

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