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Stadtgalerie Kiel : Ich sehe was, was du nicht siehst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Unter dem Motto „Ich bin in der Box“ starteten in dieser Woche 20 Kinder kreativ in die Sommerferien. Mit der Aktion „Museobil-Box – Museum zum Selbermachen“ bot die Volkshochschule Kiel (VHS) Kindern und Jugendlichen aus der Gerhart-Hauptmann-Grundschule Wellingdorf und dem Awo-Mädchen-Treff Gaarden in diesem Jahr zum dritten Mal die Gelegenheit, einen für viele von ihnen noch unbekannten Ort kennen zu lernen: das Museum. Den Höhepunkt der Projektwoche bildete das Basteln einer eigenen sogenannten Museobil-Box. Die jungen Künstler präsentieren ihre selbst gestalteten Kisten morgen von 15 bis 17 Uhr in der Kieler Stadtgalerie.

Rotraud Apetz, Leiterin der VHS-Kunstschule: „Die Kinder besuchten Anfang der Woche die aktuelle Ausstellung zu Joachim Richau in der Stadtgalerie und durften danach ins Magazin gucken, was normalerweise für die Öffentlichkeit verschlossen ist.“ Die Ziele und Aufgaben eines Museum zu vermitteln sei der Anspruch des durch Kunstpädagogen begleiteten Projekts. Immerhin gebe es viele Familien, die noch nie ein Museum besucht haben, so Rotraud Apetz. „Aber es ist toll zu sehen, dass sich die Kinder dann hier so frei und unbefangen bewegen.“

Denn mit der Museobil-Box werden die 7- bis 9-Jährigen und die 10- bis 14-Jährigen selbst zu Künstlern. Eingeteilt in zwei Gruppen gestalteten sie mithilfe verschiedener Techniken wie Zeichnung, Collage, Fotografie oder plastischer Darstellung ihre ganz persönlichen Selbstporträts. Die Leinwand: Eine Pappschachtel.

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ lautete der Leitfaden für die Grundschüler. Lina hat aus der 40  x  60  x  40-Zentimeter großen Box eine Biene gebastelt. „Eine Freundin von mir hatte mal eine auf der Stirn, daran habe ich mich erinnert“, erklärt die 8-Jährige ihr Kunstwerk. Lampen im Inneren der Box lassen die Augen des Brummers leuchten, wenn Lina das möchte. Für Amelija war das Motiv klar: eine Mondlandschaft in dem Karton sollte ihren sehnlichsten Wunsch ausdrücken, Astronautin zu werden. So steht eine Fotografie der 11-Jährigen inmitten einer mit Silberfolie gestalteten Kraterlandschaft unter glitzerndem Sternenhimmel.

Dalia gehörte zur Gruppe mit dem Thema „Ready for Selfie“. In ihrer Museobil–Box hat die 11-Jährige die Häuserschluchten New Yorks mit bemalten Styropor-Zylindern dargestellt. „Ich möchte so gern mal nach New York, darum habe ich das gewählt“, sagt Dalia mit verträumtem Blick. Aber auch eine Eiswelt und Beste-Freundinnen-Boxen gehören zu den Werken der Gaardener Mädchen.

Morgen können die 20 Boxen in der Stadtgalerie, Andreas-Gayk-Straße 31, bestaunt werden. Der Eintritt ist frei. Die Künstler sind vor Ort.

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erstellt am 28.Jul.2017 | 16:25 Uhr

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