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Heikendorf : Hund frisst mit Glasstücken gespickte Blutwurst

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Ein Retriever-Mischling frisst einen ausgelegten Köder – schnelles Handeln rettet ihm das Leben.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2015 | 17:50 Uhr

Heikendorf | Ein Hund hat in Heikendorf bei Kiel eine mit Glasstücken gespickte Blutwurst gefressen. Nach Polizeiangaben könnte die Wurst absichtlich an dem Strandweg „An der Schanze“ platziert worden sein. Retriever-Mischling Anton blieb nach dem Vorfall vom Freitag nur dank sofortiger tierärztlicher Behandlung und dem Einsatz eines Brechmittels unverletzt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Der Köder wurde demnach am Freitag vor 19 Uhr offenbar an dem Strandweg abgelegt.

Immer wieder legen Hundehasser Giftköder aus. Experten der Plattform Giftköderradar raten Hundebesitzern daher, das Tier so zu erziehen, dass es ohne Zustimmung kein Futter vom Boden aufnimmt. und beim Spaziergang immer im Auge zu behalten.

Hat der Hund dennoch einen möglichen Giftköder aufgespürt und ins Maul genommen, ist eine schnelle - und vor allem richtige - Reaktion gefragt.  Hat ein Hund einen Gegenstand im Maul, der ein Giftköder sein könnte, können Halter einen Leckerbissen zum Tausch anbieten. Es besteht allerdings die Gefahr, dass das Tier den Köder schnell herunterschluckt und anschließend das Tauschobjekt haben möchte. Hundehalter können es deshalb zunächst mit einem Kommando wie „Aus“ probieren. Im besten Fall lässt das Tier den Köder fallen. Das funktioniere aber in der Regel nur, wenn das Signal vorher ausgiebig trainiert wurde, erklärt Susanne Marie Lühl. Sie ist Hundetrainerin beim Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV).

Reagiert das Tier darauf nicht, können Besitzer versuchen, den Köder mit der Hand aus dem Maul zu entfernen. Auch hier laufen sie aber Gefahr, dass der Vierbeiner den Köder schnell herunterschlingt.

Schluckt der Hund den bedenklich erscheinenden Köder, sollten Besitzer zum Tierarzt gehen. Dieser kann untersuchen, ob es sich um einen Giftköder oder um einen Köder gespickt mit spitzen Gegenständen handelt. Bei Giftködern wird er dem Tier eine Spritze mit Brechmitteln geben. Enthält der Köder Nägel oder Scherben, hilft häufig nur eine Operation.

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