HSH Nordbank mit starkem Ergebnis

markus lorenz
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Gewinn verfünffacht sich auf 354 Millionen Euro / Vorstandsvorsitzender von Oesterreich blickt zuversichtlich auf den Rest des Jahres

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06. Juni 2014, 12:00 Uhr

Land in Sicht für die HSH Nordbank – jedenfalls für den Jahresauftakt. Der Gewinn vor Steuern hat sich in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahresquartal auf 354 Millionen Euro verfünffacht. Vor allem das Neugeschäft brummte und verdoppelte sich annähernd auf 2,1 Milliarden Euro.

Vorstandschef Constantin von Oesterreich gab sich angesichts des kräftigen Gewinnsprungs gestern in Hamburg unverändert zuversichtlich: Immerhin fünfmal schloss die Kernbank seit dem zweiten Quartal 2012 mit positiven Ergebnissen. Das Jahr 2014 könne zu einem „echten Erfolgsjahr“ werden, sagte von Oesterreich: . „Wir wollen und wir werden liefern“. 2014 werde mit einem Gewinn vor und nach Steuern schließen.

Den größten Beitrag zum Neugeschäft leistete der Bank zufolge der Immobilienbereich mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro. Im Firmenkundengeschäft sei dagegen „eine generell zurückhaltende Kreditnachfrage im Markt“ zu spüren gewesen.

Von 307 auf 59 Millionen Euro gesunken sei der Aufwand für die Risikovorsorge vor allem wegen der Schifffahrtskrise. Zugleich sei der Verwaltungsaufwand weiter gesunken. Nach dem Abbau von weiteren 72 Stellen hat die Bank mit den beiden Hauptsitzen in Hamburg und Kiel nun noch 2762 Vollzeitbeschäftigte.

Im vergangenen Jahr hatte das Institut noch mit einem Konzernverlust von 814 Millionen Euro und dem zweitschlechtesten Ergebnis seiner Geschichte abgeschlossen. Ursache waren vor allem eine höhere Risikovorsorge für Schiffskredite, Steuerrückstellungen für Altlasten und ein gestiegener Aufwand für die Kapitalgarantie der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Kosten für die öffentlichen Garantien stiegen im ersten Quartal von 70 auf 129 Millionen Euro. Grund dafür ist die Aufstockung des Garantierahmens von sieben auf zehn Milliarden Euro Mitte vergangenen Jahres.

„Das positive Ergebnis darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass die großen Herausforderungen wie der EZB-Stresstest und die EU-Beihilfeentscheidung erst in der zweiten Jahreshälfte auf uns zukommen, schrieb von Oesterreich in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Die Bank fühle sich jedoch gut darauf vorbereitet, weil sie über eine solide Kapitalausstattung verfüge und das Geschäftsmodell greife. Die entscheidende harte Kernkapitalquote liege bei 13 Prozent.

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