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Bauprojekt Hinterhof : Hinterhofbebauung am Blücher – Konzepte werden diskutiert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit rund einem Jahr wissen die Anwohner, dass am Blücherplatz, zwischen Nettelbeckufer und Hardenbergstraße ein Teil des Hinterhofes bebaut werden soll. Schnell formierte sich eine Bürgerinitiative, die jetzt erreichte, dass es drei und nicht nur einen Entwurf gab.

Rund 70 Interessierte, Architekten, Fachleute, Eigentümer, Anwohner und Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Blücherdialog – Rettet die Innenhöfe“ diskutierten bis in den Freitagabend über die geplante Innenhofbebauung des Karrees zwischen Nettelbeck-, Hardenberg-, Blücher- und Holtenauer Straße.

Worum geht es? Im August vergangenen Jahres fielen die Anwohner aus allen Wolken, als sie erfuhren, dass auf einer Teilfläche ihres Innenhofs eine Bebauung mit vier dreigeschossigen Häusern mit je einem zusätzlichen Staffelgeschoss sowie einer Tiefgarage geplant sei. Investoren und EIgentümer der Grundstücke, auf denen alte und teils baufällige Garagen stehen, sind Florian Fräter aus Kiel und SOS-Kinderdorf aus München. Der erste vorgelegte Plan des Bordesholmer Architekten Werner Schmidt stieß bei den Anwohnern auf heftigen Widerstand, fürchteten sie unter anderem eine starke Verschattung ihrer Wohnungen. Der Bauausschuss hat den Bebauungsplan mittlerweile zwar genehmigt, im Interesse der Anwohner und um alternative städtebauliche Entwürfe zu bekommen, wurden aber drei Architektenbüros mit Konzepten beauftragt. Und genau um die ging es bei der Bürgerversammlung. Laut der Vorprüfergebnisse könnten alle drei Konzepte abschnittsweise realisiert werden. Bei allen werden die Gebäudehöhen und Abstandsflächen eingehalten, Letztere sogar teilweise unterschritten und es kommt zu keinerlei kritischen Verschattungen. Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf des Architekten Schmidt fallen die beiden Entwürfe der Kieler Büros BSP und DHBT niedriger aus. Zudem bieten beide Entwürfe größere Freiflächen, die auch öffentlich genutzt werden sollen. Aspekte, die den Anwohnern offenbar entgegenkamen. Die BI hat sich damit abgefunden, dass eine Bebauung nicht verhindert werden kann, wie Sprecher Volker Tiemann sagte, obwohl er persönlich eigentlich dagegen sei. Sicher ist wohl auch, dass das Prozedere der Mehrfach-Ausschreibung ein Verdienst der BI ist. „Hauptsächlich geht es uns nun um das Ausmaß, darum, dass das Projekt so umgesetzt wird, dass alle damit leben können. Insbesondere möchten wir, dass möglichst niedrig und in anspruchsvollerer Architektur gebaut wird“, so Tiemann. Dies sieht er am ehesten in dem Entwurf von DHBT umgesetzt. Er hofft, dass das, was die Initiative erreicht hat, ein prototypisches Verfahren für weitere Nachverdichtungen sein könnte.

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erstellt am 08.Sep.2014 | 04:38 Uhr

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