Nach Warnstreiks : Helios und Verdi: Ringen um Tarifabschluss für Damp-Kliniken

Bei den Verhandlungen geht es um die Tarife „Damp Reha“ und „Akut“.

Bei den Verhandlungen geht es um die Tarife „Damp Reha“ und „Akut“.

Die Delegationsmitglieder kamen mit Zahnbürsten: Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv – können aber dauern.

shz.de von
04. Juni 2018, 17:44 Uhr

Kiel | Der Klinikkonzern Helios und die Gewerkschaft Verdi haben am Montag um einen Durchbruch im Tarifstreit um die insgesamt acht Damp-Einrichtungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gerungen. „Die Verhandlungen laufen konstruktiv, aber ein Ende ist noch nicht absehbar“, sagte Christian Becker, regionaler Helios-Sprecher am Nachmittag. „Unsere Delegationsmitglieder haben ihre Zahnbürsten mit, sollte es eine Nachtsitzung geben“, ergänzte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky.

Beide Seiten hatten vor dem Treffen im Hamburger Gewerkschaftshaus die Hoffnung geäußert, zu einem Abschluss des Tarifkonflikts zu kommen. Am vergangenen Donnerstag sprach Verdi von einer Annäherung bei den Tarifverhandlungen für die rund 2600 Beschäftigten der acht Damp-Kliniken. Helios-Verhandlungsführerin Dorothea Schmidt hatte betont, Helios wolle am Montag zu einem Tarifabschluss gelangen.

Am vergangenen Mittwoch hatte Verdi überraschend zu Warnstreiks an drei Helios-Kliniken in Schleswig-Holstein aufgerufen, sie nach einer Gerichtsentscheidung aber vorzeitig beendet.

Verhandelt wird über zwei Tarife: Den Tarif Damp Reha, der für die drei schleswig-holsteinischen Einrichtungen – Klinik Damp, Ostseeklinik Schönhagen, Reha-Klinik Lehmrade – sowie die Reha-Klinik in Ahrenshoop in Mecklenburg-Vorpommern gilt. Für ebenfalls vier Einrichtungen gilt der Tarif Akut: die Akut-Kliniken in Damp und Stralsund, die Endo-Klinik Hamburg und die Helios-Klinik Kiel.

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