Helfer sammelten Müll im Schrevenpark

Großen Spaß am Frühjahrsputz hatten die Schwestern Felicia (7) und Tabea (5), die neben dem Schrevenpark wohnen.
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Großen Spaß am Frühjahrsputz hatten die Schwestern Felicia (7) und Tabea (5), die neben dem Schrevenpark wohnen.

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26. März 2017, 12:39 Uhr

Gemäß dem alten „Geier-Sturzflug“-Lied „Ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ folgten am Sonnabend 38 Erwachsene und 22 Kinder dem Aufruf des Abfallwirtschaftsbetriebs Kiel (ABK) zum Frühjahrsputz im Schrevenpark. Sowohl im Park als auch in den umliegenden Straßen schwirrten die freiwilligen Helfer aus, um – bewaffnet mit Greifer, Eimer und Müllsack – achtlos weggeworfenen Abfall einzusammeln. Unter ihnen auch Kommunalpolitiker verschiedener Rathausfraktionen und Mitglieder des Ortsbeirats.

Eine knappe halbe Stunde brauchte Martina Baum, umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Rathaus, um den ersten Eimer zu füllen, wobei sie nicht nur an Land, sondern auch im Teich des Parks fündig wurde. Als Anwohner des Parks hält Lukas Tittmann die Aktion für durchaus sinnvoll. „Warum soll man den Frühjahrsputz nur in der eigenen Wohnung machen und nicht auch vor der Haustür“, so der 34-Jährige, bevor er loslegte. Felicia (7) und ihre Schwester Tabea (5), die ebenfalls nahe dem Park wohnen, gehörten zu den jüngeren Sammlern. Dass es ihnen Spaß machte, sah man ihnen an. Vater Tobias Raschke hingegen ärgerte sich insbesondere über die „Tretminen“ der vielen – trotz umzäunter Auslauffläche – im Park freilaufenden Hunde und wünschte sich etwas mehr Rücksichtnahme von den Hundehaltern.

Im März und April helfen laut Marion Voß vom ABK, die den Frühjahrsputz organisierte, im gesamten Kieler Stadtgebiet bis zu 2500 Bürger, um die Stadt im Rahmen der Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ sauber zu halten. Im Schrevenpark kam gut ein Kubikmeter Müll zusammen, wobei laut Marion Voß ein besonderes Ärgernis die vielen Kronkorken und Zigarettenkippen waren. Für die Helfer gab es anschließend im Park am „Castello“ eine warme Suppe und Chili con Carne als Belohnung für ihr „in die Hände spucken“.

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