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Landgericht Kiel : Heilpädagoge missbraucht Behinderte - Bewährungsstrafe

vom
Aus der Onlineredaktion

Mindestens 24 Mal soll sich der Mann an der jungen Frau vergangen haben. Das Opfer hatte die Übergriffe Angehörigen offenbart.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 08:11 Uhr

Kiel | Wegen sexuellen Missbrauchs einer ihm anvertrauten geistig behinderten Frau ist ein Heilpädagoge am Montag zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Kieler Landgericht sprach den 63-Jährigen schuldig, sich von 2008 bis 2009 in einer Behinderteneinrichtung im Kreis Plön mindestens 24 Mal an der jungen Frau vergangen zu haben. Die heute 31-Jährige lebte in einer Wohngruppe, die der Angeklagte als sogenannter Hausvater mit betreute. Als Auflage darf der Angeklagte keine Tätigkeit mehr aufnehmen, in der er weibliche Personen beaufsichtigen müsste.

Der nach eigenen Angaben in England und Amerika ausgebildete Sonderschullehrer räumte die Übergriffe vor Gericht nur zögernd ein. Er wurde 2012 nach Bekanntwerden der Vorfälle entlassen. Das Opfer hatte die Übergriffe Angehörigen offenbart. Inzwischen ist der Angeklagte wieder verheiratet und arbeitslos. Aus einer früheren Ehe hat er mehrere erwachsene Kinder.

Das Urteil geht auf eine verfahrensverkürzende Verständigung zwischen Gericht, Staatsanwältin und Verteidiger zurück. Demnach wurde dem 63-Jährigen für ein umfassendes Geständnis eine Bewährungsstrafe zwischen einem Jahr und maximal eineinhalb Jahren zugesichert. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwältin. Der Verteidiger wollte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

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