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Dritte Liga : Hansa Rostock in Kiel: Fünf Verletzte

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Kiel sichern 1000 Polizisten das Fußball-Spiel der Drittligisten Holstein Kiel und Hansa Rostock. Die Polizei ist mit dem Einsatz zufrieden. Mehrere hundert Einsatzkräfte sind schon auf dem Weg nach Hamburg.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 06:26 Uhr

Rund 700 Polizeibeamte haben bei der Begegnung zwischen Holstein Kiel und Hansa Rostock für ein bisher weitgehend friedliches Fußballspiel gesorgt. Das seien alle verfügbaren Polizisten aus ganz Schleswig-Holstein, sagt Polizeisprecher Bernd Triphahn. Unterstützt wurde die Truppe noch von 300 Bundespolizisten.

Das Fazit der Polizei in Kiel:  „Der Großteil der Besucher des heutigen Drittligaspiels zwischen Holstein Kiel und Hansa Rostock verhielt sich sowohl während der Anreise, des Aufenthalts und der Abreise wegen der starken Polizeipräsenz friedlich." Das Einsatzkonzept - immerhin der größte Personaleinsatz im Jahr 2013 - habe sich gelohnt.

Mehr als 2000 Rostock-Fans waren im Stadion, insgesamt spricht die Polizei von rund 10.000 Zuschauern. „Das lief geordnet ab“, sagt Matthias Arends von der Kieler Polizei. . Etwa 300 Anhänger von Hansa Rostock zogen demnach durch die Stadt zum Stadion - und wurden dabei von Einsatzkräften geleitet. Im Eingangsbereich warfen einige Fans mit Flaschen und zündeten Pyrotechnik. Ein Polizist wurde durch einen Böller leicht verletzt. Auch vier Stadionbesucher wurden verletzt.  „Viel Provokation, aber kein Aufeinandertreffen der Fans“, sagt Arends. Hundertschaften stellten sich an der Projensdorfer Straße bis zum Westring auf.

Zwei Personen wurden laut Kieler Polizei wegen Flaschenwürfen festgenommen. Wegen Widerstands gab es am Kieler Hauptbahnhof eine Festnahme vor Spielbeginn, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Rund 700 Rostocker-Fans traten per Zug die Reise nach Kiel an - die ersten sind schon wieder auf dem Heimwg. Viele seien noch auf dem Weg durch die Stadt, sagte Arends gegen 17 Uhr. Es gebe vereinzelt Auseinandersetzungen - „aber bisher nur zwischen Einzelpersonen, nicht zwischen Gruppen“.

Das Spiel endete mit 2:2. Für die Hausherren trafen Marc Heider (15.) und Tim Siedschlag (57.). Aufseiten der Gäste waren Halil Savran (40.) und Noel Mendy (44.) erfolgreich. Mit dem Unentschieden rutschte Kiel wieder etwas näher an die Abstiegsränge und geht als Tabellen-17. in die Winterpause. Rostock fiel vom Relegationsplatz auf Rang vier zurück.

Die Lage im Norden ist heute sehr angespannt, da auch in Hamburg ein Großaufgebot an Polizei aufläuft, um drei Demonstrationen durch die City zu begleiten. Für mehrere hundert Einsatzkräfte ist der Einsatztag allerdings noch nicht beendet: Aufgrund der aktuellen Lage in Hamburg wurden diese kurzfristig angefordert und waren am Abend auf dem Weg in die Hansestadt.

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