Port of Kiel : Hafenrekord: 150. Anlauf mit der „Aurora“

Unbekannte Gefilde: Die „Aurora“ am Morgen beim ersten Einlaufen in die Förde, links schemenhaft der Leuchtturm Friedrichsort.
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Unbekannte Gefilde: Die „Aurora“ am Morgen beim ersten Einlaufen in die Förde, links schemenhaft der Leuchtturm Friedrichsort.

Obwohl die Saison noch bis Oktober reicht, vermeldet der Port of Kiel jetzt schon Spitzenzahlen in der Kreuzfahrtbranche. 150 Anläufe waren es gestern, 165 sollen es in diesem Jahr werden. Der alte Rekord von 147 stammt aus dem Jahr 2016.

shz.de von
11. September 2018, 18:22 Uhr

Jubiläum und Rekord im Kieler Hafen: Der Erstanlauf des Kreuzfahrtschiffs „Aurora“ der englischen Reederei P&O Cruises bedeutete gestern zugleich die 150. Kreuzfahrer-Visite in der Förde. Und die Saison ist noch nicht beendet. Bis Oktober sollen weitere 15 Anläufe folgen. Der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2016 lag bei 147 Kreuzfahrtbesuchen.

„Der Anlauf der ,Aurora‘ ist ein Meilenstein, der die Entwicklung Kiels zu einem der führenden Kreuzfahrthäfen in Nordeuropa unterstreicht“, freute sich Nicole Claus, die Kreuzfahrtdirektorin im Port of Kiel. 1800 vorwiegend englischsprachigen Passagieren der „Aurora“ bot sich die Möglichkeit, die Stadt Kiel kennenzulernen oder an einem Landausflug teilzunehmen.

Vom lettischen Riga aus lief das 270 Meter lange Schiff frühmorgens in die Förde ein, um am Ostseekai festzumachen. Die „Aurora“ verfügt über 935 Kabinen, teils mit eigenem Balkon, und bietet damit Platz für knapp 1900 Passagiere. Gestern Abend bereits verließ die „Aurora“ Kiel mit Ziel Skagen, bevor der 14-tägige Törn am Freitag im englischen Southampton endet. Die auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaute, im April 2000 getaufte „Aurora“ hat Restaurants, Bars und Bistros an Bord, Kino und Theater, Bücherei und Casino, Sport- und Wellnessbereiche.

Wie es sich zum Erstanlauf gehört, überreichte Nicole Claus die Erstanlaufplakette, den „Kieler Poller“, an Kapitän David Pembridge, der sich im Gegenzug mit einer Plakette mit dem Konterfei der Aurora, der römischen Göttin der Morgenröte, revanchierte. Ganz traditionell. Auf eine Tradition aber mussten Pembridge, seine Besatzung und die Passagiere verzichten: Es gab beim Einlaufen in die Förde keine Wasserfontäne zur Begrüßung. Eigentlich war der Schlepper „Bülk“ für dieses Schauspiel abgestellt. Doch er musste zu einem Havarie-Einsatz vor Damp ausrücken, wo ein Tonnenleger auf Grund gelaufen war. Sicherheit hat auf See bekanntlich immer Vorrang.

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