Kritik an von der Leyen : Habeck gegen geplante Sprengversuche der Bundeswehr in der Ostsee

Robert Habeck will sich mit Ursula von der Leyen in Verbindung setzen. /Archiv
Robert Habeck will sich mit Ursula von der Leyen in Verbindung setzen. /Archiv

Schleswig-Holsteins Umweltminister nennt das Vorgehen unprofesionell. Seine Behörde sei in die Pläne nicht einbezogen worden.

shz.de von
08. Januar 2018, 19:23 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat gegen geplante Sprengversuche der Bundeswehr in der Ostsee protestiert und Kritik an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geübt. Sein Ministerium als oberste Naturschutzbehörde des Landes sei in der Pläne der Bundeswehr nicht einbezogen worden, kritisierte der Minister in den „Kieler Nachrichten“. „So geht das nicht, das ist unprofessionell. Ich werde Frau von der Leyen anschreiben und einfordern, dass dies korrigiert wird“, sagte Habeck.

Die Bundeswehr plant demnach ab Mai im Sperrgebiet zwischen Damp und Port Olpenitz zu erproben, wie sich Sprengungen im Umfeld auf eine Fregatte auswirken. Dafür wird laut „Kieler Nachrichten“ und dem Naturschutzbund Nabu Schleswig-Holstein die ausgemusterte Fregatte „Karlsruhe“ zurzeit mit Sensoren ausgerüstet.

Der Nabu kritisierte, es seien erhebliche Schäden an der Meeresumwelt und einer der bedeutendsten Uferschwalbenkolonien des Landes Schleswig-Holstein zu befürchten.

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