Probelauf : Gut gerüstet für den Winter

„Wir sind einsatzbereit“: Mitte Oktober beginnt für die Kollegen vom Schneeräumdienst des Abfallwirtschaftsbetriebes stets die Wintersaison.  Fotos: Carstens (2)
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„Wir sind einsatzbereit“: Mitte Oktober beginnt für die Kollegen vom Schneeräumdienst des Abfallwirtschaftsbetriebes stets die Wintersaison. Fotos: Carstens (2)

Der ABK bereitet sich auf Schnee und Eis vor: Im Ernstfall werden ab 4 Uhr morgens die wichtigsten Einfallstraßen geräumt. Denn zum Berufsverkehr sollen die Verkehrswege nach Möglichkeit gut und sicher befahrbar sein.

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21. Oktober 2018, 17:07 Uhr



Der nächste Winter kann kommen. Und er wird kommen, das ist selbst in diesen milden Herbsttagen gewiss. Mit einsatzbereiten Fahrzeugen, schnell montierbaren Schneepflügen, einem veränderten Dienstplan und nicht zuletzt 2000 Tonnen Streusalz zeigt sich die eingespielte Mannschaft des Abfallwirtschaftsbetriebes Kiel (ABK) gut gerüstet für die kalten Monate mit Schneefall und eisiger Glätte.

Die „Saison“ beginnt für die Schneeräumer stets Mitte Oktober. Da werden sämtliche Gerätschaften und Wagen überprüft, neue Fahrer eingewiesen und auch der Ablauf der Einsätze aktualisiert. Im Ernstfall gehen die ABK-Recken mit 19 Großfahrzeugen ab morgens um 4 Uhr auf die Piste. Es gilt, die Hauptstrecken, die sogenannten „blauen Straßen“, zu räumen, bevor gegen 6 Uhr der Berufsverkehr einsetzt. „Man muss auch ein Gefühl für die Räumfahrzeuge bekommen“, weiß Sven Fock, der seit 15 Jahren als Kraftfahrer dabei. „Einfach in die Autos springen und losfahren – das klappt natürlich nicht.“

Überprüft wird auch die Sole-Anlage, in der für den Wintereinbruch rund 2000 Tonnen Salz gelagert werden. Zumeist wird sogenanntes „FS 30“ versprüht, feuchtes Salz in einer Konzentration von 30 Prozent. Kommt es ganz arg, wird auf „FS 100“ zurückgegriffen. Das Salz stammt zumeist aus Großlagern in Rostock, Bremen oder Lübeck. In den Verträgen verpflichten sich die ABK-Partner zur Lieferung des Streugutes innerhalb von 48 Stunden, wie Ralph Brunnenkant und Ralf Jansen vom ABK erklären.

Mike Nöhren gehört seit 2007 zu den Winterdienstfahrern. Das frühe Aufstehen zum Streudienst auf den Straßen bereitet ihm keine Mühe. Ganz im Gegenteil: „Da herrscht noch Ruhe auf der Straße.“ Nöhren fährt einen der vier Unimogs, an denen ein Vario-Pflug montiert werden kann. Das reicht für das „Standardwetter“, wie die ABK-Experten den normalen Winter benennen. Bei Ausnahmefällen wie Schneekatastrophen ist es mit Pflüge allerdings nicht mehr getan – Schneefräsen würden zum Einsatz kommen, die die weiße Masse nicht beiseite schieben, sondern wegpusten. Nöhren würde die Fräse gerne mal ausprobieren. Doch er hat sie in den vergangenen zehn Jahren nie gebraucht.

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