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Belebte Innenstadt : Gummistiefel, Gemüse, gute Laune

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Annähernd 110 000 Besucher wurden an den drei Tagen des Bauernmarktes in der Kieler Innenstadt gezählt. Dabei liefen auch viele Aktionen für den guten Zweck: für die Aktion „Mach Mittag“, für die Kinderkrebshilfe oder für Rüdiger Nehbergs „Target“-Projekt.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 18:01 Uhr

Mit über 60 Ständen lockte am Wochenende der 16. Bauern- und Regionalmarkt tausende Besucher in die Kieler Innenstadt, wobei gestern auch der verkaufsoffene Sonntag einen zusätzlichen Anreiz bot. Die Produktpalette der meist aus der Region stammenden Anbieter reichte von frischem Obst und Gemüse über Honig und Marmelade bis hin zu Käse, Fisch und Fleisch. Diejenigen, die angesichts der Reichhaltigkeit ihren Appetit nicht zügeln konnten, schlugen gleich vor Ort zu: Ob Mehlbüddel oder Rübenmus im „Zelt der Hausmannskost“ oder eine Wurst an einem der fliegenden Stände – geschmacklich blieb bei den Gästen wohl kein Wunsch offen.

Oder man aß für den guten Zweck: Auf der Brücke zwischen Holstentörn und Sophienhof kochten Kieler Köche zusammen mit lokaler Prominenz zugunsten der Aktion „Mach Mittag“. Über 600 Essen á fünf Euro wanderten an den drei Tagen in hungrige Mägen, wie Angelika Volquartz sagte, die ehemalige Oberbürgermeisterin und heutige Botschafterin der Aktion. Dazu kamen noch Erlöse aus Marmeladen und Getränkeverkauf sowie etliche Spenden. „Wir hatte eine unglaublich positive Resonanz“, freute sich Angelika Volquartz.

Es war nicht das einzige Engagement für einen guten Zweck. Auf dem Alten Markt hatte Heiko Voss wieder das Schmiedetreffen zugunsten von Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation „Target“ organisiert, zu dem auch Akteure aus Skandinavien kamen. Und in der Holstenstraße sammelten Hans-Werner Sohn und Ute Kardel-Sohn aus Malente mit Akkordeon und Drehorgel für die Kinderkrebshilfe.

Auch den Kindern wurde einiges geboten. Der Tierpark Gettorf hatte seinen Streichelzoo aufgestellt, und beim Hof Treptow aus Böhnhusen konnten die Kids wieder mit Sackhüpfen, Gummistiefel- und Hufeisenwerfen ihr „Bauerndiplom“ absolvieren. So wie Lenny-Sune (7) und seine Schwester Smilla-Mieke (5), die mit ihren Eltern Sabine und Steve Peters aus Surendorf gekommen waren. Die Familie hatte neben dem Bauernmarkt auch die Muschelwoche am Bootshafen und den verkaufsoffenen Sonntag auf der Agenda. Dem dreijährigen Matti, der erst vor einer Woche mit Mama, Papa und Schwesterchen von Aachen nach Kiel gezogen war, hatte es hingegen der historische Lanz Bulldog Baujahr 1951 mit seinen 20 PS angetan. Mit Erlaubnis von Mama Carolin Dammeier und Traktorbesitzer Peter Stoltenberg aus Fiefbergen nahm er auf dem Fahrersitz Platz – natürlich stolz wie Oskar.

Dass es in der oberen Holstenstraße leerer war als im unteren Teil, war vermutlich der Großbaustelle für den Holsten-Fleet an der Holstenbrücke geschuldet. Auch die Schmiede Heiko Voss und Michael Göttsch stellten auf dem Alten Markt fest, dass der Andrang dort nicht so groß war wie in den Vorjahren. Nichtsdestotrotz ist Kathrin Groß, Projektleiterin bei Kiel-Marketing, mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. Insgesamt wurden an den drei Tagen 110  000 Besucher gezählt, wobei der Sonntag der stärkste Tag war, der Sonnabend aufgrund des trüben Wetters der schwächste. Aber in der Endrechung lag man bei der Zahl der Gäste in der Kieler Innenstadt etwa beim Ergebnis des Vorjahres.

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