Kieler Altstadt : Grundstein für 30-Millionen-Bau gelegt

Auf der Baustelle am Jensendamm ist bereits viel passiert.
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Auf der Baustelle am Jensendamm ist bereits viel passiert.

Das Projekt „Alte Feuerwache“ wächst: Gestern wurde in Kiel die Grundsteinlegung gefeiert. Schon 2016 sollen die ersten Bewohner der 68 Eigentumswohnungen, sechs Stadthäuser und 50 Studentenapartments einziehen können.

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16. Januar 2015, 12:21 Uhr

Das Wohnquartier „Alte Feuerwache“ nimmt Form an. Gestern wurde die Grundsteinlegung des 30-Millionen-Euro-Projekts der Big-Bau-Unternehmensgruppe aus Kronshagen und der Frank-Gruppe aus Kiel gefeiert. 200 Gründungspfähle sollen das Bauwerk im schwierigen Untergrund sichern; auch die Tiefgaragensohle ist fertiggestellt.

Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten Bewohner der 68 Eigentumswohnungen, sechs Stadthäuser und 50 Studentenapartments am Jensendamm einziehen können. Bürgermeister und Baudezernent Peter Todeskino zeigte sich gestern „stolz wie Bolle“, dass in der attraktiven Lage zwischen Kleinem Kiel und Fußgängerzone Wohnraum entsteht: „Denn Kiel wächst, und wir wollen die Innenstadt beleben.“ Es sei der Stadt wichtig gewesen, dass auf dem ehemaligen Parkplatz „Alte Feuerwache“ gebaut wird – aber: „Wir mussten kämpfen, um den Parkplatz wegzukriegen“, so Todeskino.

Bereits Ende der 90er-Jahre habe man bei der Stadt Interesse an der Fläche gezeigt, erklärte Natascha Hoffmann, Geschäftsführerin der Frank-Gruppe. Offenbar hatten sie den richtigen Riecher: Seit Vertriebsstart im vergangenen April seien bereits zwei Drittel der Eigentumswohnungen verkauft, verkündeten die Investoren. „Wir werden weiterhin in der Kieler Innenstadt Wohnraum bauen“, kündigte Natascha Hoffmann an.

Der Jensendamm am Kleinen Kiel bleibt unterdessen auf unbestimmte Zeit gesperrt. Zu Beginn der Bauarbeiten vor mehreren Monaten senkte sich ein Teil der Straße auf Höhe des Grundstücks ab. Stadt und Investoren sind unterschiedlicher Auffassung über die Ursache, aber „gehen professionell damit um“, betonte Todeskino. Ein gerichtlicher Gutachter soll die Absenkung bewerten. Ende Januar gibt es dafür einen Termin am Kieler Landgericht.

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