Suche nach Lecks : Grünes Fernwärme-Wasser – für Kieler Stadtwerke ein voller Erfolg

Kieler Stadtwerke färben das Fernwärme-Wasser grün

Mitarbeiter der Kieler Stadtwerke färben das Fernwärmewasser mit Uranin ein.

Vielen Kielern war das grüne Wasser aufgefallen – durch Hinweise konnte der Versorger zahlreiche Lecks flicken.

shz.de von
04. Januar 2018, 10:49 Uhr

Kiel | Nachdem die Kieler Stadtwerke Ende September ihr Heizwasser grün eingefärbt haben, um Leckagen im Fernwärmenetz aufzuspüren, kann der Versorger nun positive Bilanz ziehen.

Wo im Sommer noch täglich rund 250 Kubikmeter Wasser aus dem 35.000 Kubikmeter fassenden Heizwassernetz verloren gingen, sind es heute, nach zahlreichen Reparaturen, nur noch 100 Kubikmeter, wie die Kieler Nachrichten unter Berufung auf Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster berichten. Durch die Aktion sei das Fernwärmenetz der Kieler Stadtwerke nicht nur qualitativ besser, sondern auch wirtschaftlicher geworden.

 

Zuvor wurden beispielsweise mit Infrarotkameras Aufnahmen des Fernwärmenetzes aus der Luft angefertigt. Der Einsatz des fluoreszierenden Farbstoffs Uranin im Heizwasser war der vorläufig letzte Schritt der Stadtwerke, den Lecks auf die Spur zu kommen. Bürgerinnen und Bürger, denen der Farbstoff beispielsweise in Pfützen oder im Heizungskeller aufgefallen war, sollten das telefonisch bei den Stadtwerken melden. 

Zwar schlug der Einsatz von 75 Kilo Uranin mit 10.000 Euro zu Buche, doch sind die Einsparungen für die Kieler Stadtwerke enorm, da das Wasser für das Fernwärmenetz kostspielig aufbereitet werden muss. Durch die Reparaturen würden die Stadtwerke nun einen sechsstelligen Betrag im Jahr sparen, wie Jörg Teupen, Vorstand Technik und Personal, im Gespräch mit den Kieler Nachrichten betont. Und deshalb soll die Aktion in Zukunft auch wiederholt werden – nur der Turnus sei noch unklar.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen