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Neue Abgeordnete : Grüne Stimme aus Kiel im Bundestag

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Luise Amtsberg ist mit 28 Jahren eine der Jüngsten im Parlament. Die Kielerin zog über Listenplatz 1 als Spitzenkandidatin für Schleswig-Holstein ein und ist die dritte Stimme für den Wahlkreis Kiel in Berlin.

Sie ist die Dritte im Bunde: Luise Amtsberg ist als Schleswig-Holsteins Spitzenkandidatin für die Grünen über deren Listenplatz Nr. 1 in den Bundestag eingezogen. Neben dem roten Direktkandidaten Hans-Peter Bartels (SPD) und dem schwarzen CDU-Mann Thomas Stritzl hat die Landeshauptstadt mit ihr auch eine grüne Stimme in Berlin.

Mit ihren 28 Jahren ist Luise Amtsberg eine der jüngsten Abgeordneten. Sie kennt das Gefühl schon: Mit 24 Jahren war sie die jüngste Parlamentarierin im Kieler Landtag, bis sie 2012 nicht mehr kandidierte, um ihr Studium abzuschließen. Wie fühlt es sich also an, eine Liga höher zu arbeiten? „In meiner Fraktion ist das Alter kein Thema, sondern im Gegenteil, die Erneuerung steht an – und die Jungen kommen rein. Es wird als Bereicherung gesehen“, sagte Amtsberg. „Ich kann mir aber vorstellen, dass die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen schwieriger ist. Als junge Frau muss man sich da schon behaupten.“

Gestern nahm Luise Amtsberg bereits an der Fraktionssitzung in Berlin teil, möchte gern im Innenausschuss mitarbeiten und sich dort um die Asyl- und Flüchtlingspolitik kümmern.

Amtsberg, geboren in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) und aufgewachsen in Ost-Berlin, kämpft auch und gerade als Kind der Wende für eine sozialere Flüchtlingspolitik in Europa. Sie bezeichnet sich selbst als „knallharte Demokratin“ und hat sich insbesondere auf die Entwicklung von Strategien gegen Rechtsextremismus spezialisiert. Für Kiel will sie sich für eine ökologische und bessere Verkehrspolitik, etwa im Hinblick auf den Nord-Ostsee-Kanal und die Schleusen, einsetzen. Auch die Bildungspolitik liegt ihr am Herzen.

Mit der Landeshauptstadt verbindet die 28-Jährige neben ihrem Vorsitz des Kreisverbandes ihr Studium der Islamwissenschaft und Politikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). „Die Stadt ist meine Heimat“, sagt sie. Außerdem jobbte die junge Frau nebenbei in der Kneipe „Sternstunde“ in der Nähe des Schrevenparks. „Das ist natürlich vorbei“, sagt sie lachend, „jetzt habe ich ja einen festen Job“.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 06:29 Uhr

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