Grüne peilen bei Landtagswahl ein „sattes Ergebnis“ an

von
25. November 2016, 17:34 Uhr

Die Nord-Grünen steuern selbstbewusst die Landtagswahl im Mai an. Ihre Partei habe in Land und Kommunen „unglaublich viel“ bewegt, sagte Grünen-Chefin Ruth Kastner zum Auftakt eines Landesparteitags am Abend in Neumünster: „Wir werden einen elektrisierenden Wahlkampf hinlegen und am Ende ein sattes Ergebnis einfahren.“ Vor vier Jahren hatten die Grünen 13,2 Prozent der Stimmen geholt.

Am morgigen Sonntag werden die Delegierten ihre Spitzenkandidatin nominieren. Einzige Bewerberin ist Finanzministerin Monika Heinold. Die 57-Jährige gehört dem Landtag seit 1996 an, hatte ihr Abgeordnetenmandat jedoch nach dem Eintritt in das rot-grün-blaue Kabinett von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) vor vier Jahren niedergelegt.

Kastner mahnte ihre Partei, Menschen ernster zu nehmen, die aufbegehrten, weil sie sich „als kulturelle Unterschicht verachtet fühlen.“ Diese Menschen hätten bei Populisten ein „Ventil gesucht, weil sie sich auch von uns Grünen nicht verstanden fühlen.“ Daher müsse ihre Partei lernen, „Selbstgerechtigkeit und den mitunter vorhandenen Duktus der moralischen Überlegenheit abzulegen“, sagte Kastner.

Ebenfalls am Sonntag wollen die Grünen ihr Wahlprogramm beschließen. Zu dem Entwurf, der unter den Leitgedanken „ökologisch, gerecht und weltoffen“ steht, liegen fast 500 Änderungsanträge vor. Als langfristiges Ziel propagieren die Grünen darin eine 100 Prozent ökologische Landwirtschaft und eine CO2-freie Wirtschaft und Mobilität.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen