Einsätze von Bundespolizei in SH und HH : Großrazzia gegen Schleuser: Verdächtiger in Kiel durchsucht

Bei der großangelegten Razzia in sieben Bundesländern gab es sechs Verhaftungen. Auch ein Iraker in Kiel geriet ins Visier.

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09. November 2016, 15:57 Uhr

Kiel/Hamburg | Mit einer Großrazzia in Schleswig-Holstein, Hamburg und fünf weiteren Bundesländern ist die Bundespolizei gegen einen internationalen Schleuserring vorgegangen. Einsatzkräfte durchsuchten deshalb am Mittwoch in Kiel die Wohnung eines mutmaßlichen Schleusers, teilte die Bundespolizei mit. Der 43 Jahre alte Iraker soll regelmäßig Syrer von Italien nach Deutschland, Dänemark und in andere skandinavische Staaten geschleust haben. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher.

Die meist syrischen Schleuser des Rings sollen schuld an dem Tod von 26 Flüchtlingen sein, die im Mittelmeer ertranken. 300 Bundespolizisten durchsuchten am Mittwochmorgen insgesamt acht Wohnungen.

Nach Angaben des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam wurden sechs Verdächtige verhaftet. Im Einsatz waren auch Spezialeinsatzkommandos der GSG 9 sowie Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaften der Bundespolizei. Die anderen durchsuchten Wohnungen lagen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin, Hessen und Bayern.

Gleichzeitig ging den Angaben zufolge das österreichische Bundeskriminalamt mit 100 Polizisten gegen eine dort agierende Schleuserorganisation vor. Sieben Verdächtige wurden verhaftet und sieben Wohnungen durchsucht.

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