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Ritual von Studentenverbindung : Großeinsatz in Kiel: Studenten spielen Einbrecher

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Aus der Onlineredaktion

Die Polizei ertappt vier junge Männer, vermutet Diebstahl - und bekommt Nachhilfe in Studententraditionen.

Kiel | Vier Verbindungsstudenten haben in Kiel einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Als ein besorgter Bürger in Kiel gegen Mitternacht die Polizei über einen Einbruch in der Moltkestraße 53 alarmierte, machten sich Beamte mit drei Streifenwagen und eingeschalteten Sirenen auf den Weg. Dort stellten sie vier Männer im Alter von 24 bis 28 Jahren, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Sie waren dabei, mehrere Gegenstände aus dem Haus zu holen.

Ganz klar eine Straftat? Von wegen. Vielmehr handelte es sich um eine „Tradition“, der die Mitglieder der Studentenverbindung „Verein deutscher Studenten“ nachgingen - nämlich aus den Räumlichkeiten anderer Verbindungen beispielsweise Lampen oder Stühle abzutransportieren. Opfer in diesem Fall: der „Kieler Wingolf“. Deren Mitglieder bestätigten der Polizei noch in der „Tatnacht“ am vergangenen Mittwoch die Aussage der Kommilitonen.

Die auf frischer Tat ertappten Studenten zeigten sich einsichtig und entschuldigten sich bei den Einsatzkräften, Einbrecher gespielt zu haben. Die Polizei zeigte wenig Verständnis für das Ritual, vor allem, weil sie damit einen Großeinsatz ausgelöst hatten. „Ärgerlich, dass die ohnehin belasteten Kollegen für diesen Einsatz eine Stunde ihrer kostbaren Zeit investieren mussten“, heißt es in der Polizeimitteilung.

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erstellt am 25.Aug.2015 | 15:06 Uhr

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