Kiel : Geomar: Spatenstich für Europas größtes Meeresforschungszentrum

<p>Das Geomar-Institut ist in Kiel auf zwei Standorte verteilt.</p>
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Das Geomar-Institut ist in Kiel auf zwei Standorte verteilt.

Das Geomar-Helmholtz-Zentrum dehnt sich am Kieler Ostufer aus. Der neue Erweiterungsbau kostet 90 Millionen Euro.

shz.de von
27. März 2017, 14:09 Uhr

Kiel | Erster Spatenstich für Europas größtes Meeresforschungszentrum in Kiel: Am Montag begannen offiziell die Arbeiten für den Erweiterungsbau des Geomar-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung. Bis 2020 soll das fast 90 Millionen Euro teure Vorhaben fertig sein. „Nach dem Umzug im Jahr 2020 werden wir hier den größten Meeresforschungscampus in Europa haben“, sagte Geomar-Direktor Peter Herzig laut Pressemitteilung.

Der neue Campus ist rund 30.000 Quadratmeter groß. Untergebracht werden dort unter anderem fast 250 Büros, 170 Labore, ein Lagerraum für 40.000 Meter Bohrkerne und zwei Tiefkühlzellen.

An den Kosten beteiligt sich der Bund mit 90 und das Land mit zehn Prozent. „Meeresforschung ist eine der Disziplinen, in denen wir in Schleswig-Holstein führend sind“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). „Das Geomar ist hier ein renommiertes und weltweit bekanntes Institut, das wir selbstverständlich gerne unterstützen.“

Bisher ist das Institut auf zwei Standorte am Ost- und Westufer der Förde aufgeteilt. Mit dem Erweiterungsbau auf dem Gelände des ehemaligen Kieler Seefischmarktes wird auch ein Beitrag zur Stadtentwicklung geleistet. „In wenigen Jahren arbeiten hier 500 Menschen mehr als heute“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Dies sei auch für das Kieler Ostufer „von enormer Bedeutung“.

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