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Stephanie Schmoliner löst Peter Seeger ab : Generationswechsel an der Spitze der IG Metall

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Ende einer Ära: Peter Seeger, seit vielen Jahren Chef der IG Metall in Neumünster und später in Kiel/Neumünster, räumt den Chefsessel. Seine Nachfolgerin wird die 42-jährige Stephanie Schmoliner, sie wurde gestern Abend gewählt.

shz.de von
erstellt am 08.Jun.2017 | 20:02 Uhr

Wachwechsel bei der IG Metall Kiel/Neumünster: Der langjährige Geschäftsführer Peter Seeger nahm gestern Abend Abschied von seinen Gewerkschaftskollegen, für ihn beginnt die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Zur Nachfolgerin wählte die Delegiertenversammlung Stephanie Schmoliner. Die 42-Jährige erhielt 68 der 72 Stimmen, ihre Wahl leitet bei der IGM den Generationswechsel ein.

Peter Seeger, in Hameln groß geworden und dort auch zum Werkzeugmacher ausgebildet, war insgesamt 34 Jahre lang hauptberuflich für die IG Metall tätig. Er kam 1991 nach Neumünster, die dortige Geschäftsstelle leitete er seit 1995. Mit der Fusion der beiden IGM-Büros wurde er 2010 Geschäftsführer für den Bereich Kiel/Neumünster.

In die Ära Seeger fallen etwa der achtwöchige Kfz-Streik 1993 mit der Forderung nach der 35-Stunden-Woche, der Streik bei Panasonic 2003 in Neumünster, die Gründung des „Vereins für Toleranz und Zivilcourage“ und die Aktivitäten gegen den „Club 88“. Sein langjähriger Wegbegleiter Jonny Griese erinnerte an gemeinsame Fußballzeiten: „Peter war der schnellste Linksaußen der IG Metall.“

Auch „Steffi“ Schmoliner – Vater Koch bei Opel, Mutter Friseuse – bekennt sich zum runden Leder. Die gelernte Tischlerin und spätere Sozialwirtin kam 2004 zunächst für die GEW in den Norden, wechselte aber zwei Jahre später zur IG Metall. Sie ist nach eigenen Worten „eine leidenschaftliche Kämpferin gegen Ausgrenzung jeder Art“. Das hat sie mit ihrem Lieblingsverein FC St. Pauli gemeinsam. Sie freut sich: Wenn sie erst ihre Wohnung in Kiel bezogen hat, kann sie zum Auswärtsspiel der Kiezkicker bei Holstein sogar zu Fuß ins Stadion gehen.

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