Gemeinsames Werben um Touristen

Geburtsstunde im Strandhotel Seeblick: Wolfgang Erichsen (l.) und Uwe Wanger (r.) von Kiel Marketing unterzeichnen mit Andrea Hamann-Wilke (Mönkeberg), Peter Zimprich (Schönkirchen; Mitte) und Alexander Orth (Heikendorf) die Kooperation.
Geburtsstunde im Strandhotel Seeblick: Wolfgang Erichsen (l.) und Uwe Wanger (r.) von Kiel Marketing unterzeichnen mit Andrea Hamann-Wilke (Mönkeberg), Peter Zimprich (Schönkirchen; Mitte) und Alexander Orth (Heikendorf) die Kooperation.

Drei Ostufer-Gemeinden kooperieren mit Kiel

shz.de von
09. Oktober 2014, 22:26 Uhr

Die Landeshauptstadt Kiel und die drei Ostufer-Gemeinden Heikendorf, Mönkeberg und Schönkirchen rücken enger zusammen. Jedenfalls beim Tourismus. Gemeinsam wirbt man künftig um Gäste an der Förde. Gestern unterzeichneten die drei Bürgermeister ganz offiziell den Beitritt ihrer Gemeinden zu Kiel Marketing als der Lokalen Tourismus-Organisation (LTO). Schon der neue, 80-seitige Katalog, mit dem für die Tourismus-Saison 2015 geworben wird, enthält Ausflugsziele und Unterkünfte auf dem Ostufer.

Für Axel Orth sind „die Zeiten des Klein-Klein vorbei“. Der Heikendorfer Bürgermeister spricht von einem Quantensprung nach vorne in die Professionalität und lobt Kiel als fairen Partner. „Wir haben auf Augenhöhe verhandelt“, stellt er fest. Amtskollege Peter Zimprich aus Mönkeberg und Vize-Bürgermeisterin Andrea Hamann-Wilke aus Schönkirchen können Orths Worte nur bestätigen: „Wir ergänzen uns mit Kiel. Auch wir haben touristisch eine Menge zu bieten.“

Was ab sofort beim gemeinsamen Buhlen um die Übernachtungsgäste getan werde, könnten die drei Gemeinden alleine gar nicht leisten. Und den Touristen sei es sowieso egal, ob sie sich in Kiel oder knapp außerhalb der Stadtgrenzen aufhalten. Insgesamt gehe es darum, die Region an der Kieler Förde besser zu vermarkten. 37 000 Übernachtungen haben die drei Gemeinden des Amtes Schrevenborn im vergangenen Jahr verbucht – ohne Mitwirkung des großen Partners in Kiel.

Uwe Wanger von Kiel Marketing ist überzeugt, dass das riesige Potenzial an der Förde noch längst nicht ausgeschöpft ist. Er denkt an das Radwegenetz oder an Ausleihstationen für E-Bikes und vertraut darauf, dass die Fördeschifffahrt künftig noch stärker als touristisches Angebot wahrgenommen wird. Es gehe den Gästen natürlich um Strand und Meer, aber mit reizvollen Angeboten könne man die Saison an der Förde durchaus verlängern.

Der neue Prospekt „Kieler Förde“ erscheint in einer Auflage von 24 000 Exemplaren, kann direkt beim Kiel-Marketing oder übers Internet geordert werden und liegt auch in der Tourist-Info am Heikendorfer Anleger aus. Dieses kleine, bisher lokal betriebene Büro wird ebenfalls von Kiel-Marketing übernommen. Mit einem erweiterten Angebot und allen Vorzügen, die die große Organisation den neuen Partnern bietet.

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