Rastplatz Rehbrook-Ost : Geldtransporter mit verschwundenen Millionen hielt ein zweites Mal an

Polizisten suchen auf dem Rastplatz mit Spürhunden nach Hinweisen auf die verschwundenen Millionen.

Polizisten suchen auf dem Rastplatz mit Spürhunden nach Hinweisen auf die verschwundenen Millionen.

Es ist ein mysteriöser Fall: Aus einem Geldtransporter sind mehr als zwei Millionen Euro spurlos verschwunden.

shz.de von
26. Januar 2018, 11:25 Uhr

Kiel | Der Geldtransporter, aus dem in Schleswig-Holstein mehr als zwei Millionen Euro verschwunden sind, hat auf dem Weg von Hamburg nach Kiel ein zweites Mal angehalten. Den zweiten Stopp habe es am Mittwoch an der B404 in Kirchbarkau an der dortigen Tankstelle gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Freitag. Dort sollen beide Fahrer den Wagen verlassen haben. Die Spurensuche an dem Rastplatz bei Tremsbüttel sei abgeschlossen. Bei der Ankunft nahe Kiel fehlten etwa 2,3 Millionen Euro. Wo das Geld geblieben ist, war bisher völlig unklar. Bis Freitagnachmittag wurde niemand festgenommen.

Heiße Spur? Die Suchhunde sind besonders an einem Tor interessiert, das vom Rastplatz in einen Wald führt.
Daniel Friederichs

Heiße Spur? Die Suchhunde sind besonders an einem Tor interessiert, das vom Rastplatz in einen Wald führt.

 

Wie das Geld verschwinden konnte, ist noch völlig unklar. Seit Stunden war die Polizei mit Spürhunden auf dem Rastplatz Rehbrook-Ost bei Tremsbüttel im Einsatz. Immer wieder führten die Spürhunde die Ermittler in ein angrenzendes Waldstück. Ein Tor trennt den Wald vom Rastplatz. Vor dem Tor befinden sich Reifenspuren.

Auf dem Rastplatz Rehbrook-Ost an der A21 sucht die Polizei am Freitagvormittag nach Spuren.
Peter Wüst
Auf dem Rastplatz Rehbrook-Ost an der A21 sucht die Polizei am Freitagvormittag nach Spuren.
 

Unbekannt ist, wem das Geld gehört. „Wir versuchen, alle Fakten zusammenzutragen“, sagte Bieler. Nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ war der Geldtransporter mit mehreren Kassetten voller Bargeld am Mittwoch in Hamburg gestartet. Auf der Fahrt nach Kiel habe die Besatzung des Wagens an der A21 auf dem Autobahnrastplatz Rehbrook-Ost eine Pause gemacht. Einem der beiden Fahrer sei unwohl gewesen und er habe das Fahrzeug verlassen müssen.

Als dann am Abend die Geldkassetten in Kiel entladen werden sollten, sei ein Teil der Ladung verschwunden gewesen. „Auf der Fahrt hat der Wagen gehalten“, sagte Oberstaatsanwalt Bieler. Weitere Angaben zu dem Stopp machte er nicht. Der Verlust wurde erst auf einem Betriebsgelände des Sicherheitsunternehmens bei Kiel bemerkt.

Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur handelt es sich bei der betroffenen Geldtransport-Firma um das Unternehmen Prosegur, dessen Niederlassung in Schleswig-Holstein ihren Sitz in Melsdorf bei Kiel hat. „Es gab einen Vorfall, das kann ich bestätigen“, sagte eine Firmensprecherin. Weitere Angaben machte sie nicht.

Bei Prosegur nahe Kiel wurde der Verlust beim Entladen bemerkt.
Daniel Friederichs
Bei Prosegur nahe Kiel wurde der Verlust beim Entladen bemerkt.
 

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