Geht auf dem Ostufer ein Feuerteufel um?

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08. Januar 2015, 12:01 Uhr

Vier Kellerbrände auf dem Kieler Ostufer in wenigen Tagen – da schrillen bei Feuerwehr und Polizei die Alarmglocken. Der jüngste Fall ereignete sich am Mittwochabend in einem Gebäude an der Straße Eekberg in Neumühlen-Dietrichsdorf. Eine 20-jährige Bewohnerin des Mehrfamilienhauses erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Sie selbst hatte gegen 19.20 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert, als ihr der Brand in ihrem Kellerraum auffiel. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, ohne dass Gebäudeschaden entstand. Die übrigen Bewohner, die sicherheitshalber ihre Wohnungen verlassen hatten, konnten zurückkehren, nachdem das Gebäude durchgelüftet worden war. Nach Angaben der Polizei hat die Kripo Ermittlungen aufgenommen.

Der erste Brand dieser auffälligen Serie datiert vom 29. Dezember. In einem Wohnhaus am Vinetaplatz in Gaarden schlugen gegen 22 Uhr Flammen aus einem Kellerraum, giftige Dämpfe hatten sich bereits bis ins Treppenhaus ausgebreitet. Nur der rechtzeitige Einsatz der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern. Am 5. Januar dann folgten gleich zwei Einsätze in Dietrichsdorf. Dabei musste die Feuerwehr 18 Personen in Sicherheit bringen, darunter acht Kinder. Und noch während die Lösch- und Hilfsarbeiten liefen, schlugen aus einem Kellerraum in der Nachbarschaft des Hauses ebenfalls Flammen. Die in Brand geratenen Gegenstände konnten schnell gelöscht werden.

Zu der Frage, ob auf dem Ostufer ein Feuerteufel sein Unwesen treibt, mochte sich die Polizei gestern nicht konkret äußern. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, Brandsachverständige waren in allen vier Fällen vor Ort, hieß es auf Anfrage. Das Kommissariat 11 der Kripo prüft Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Bränden, konkrete Anhaltspunkte liegen bisher aber nicht vor. Zeugen, die an den Tatorten Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0431/ 160    33  33 an die Polizei zu wenden.

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