Leiche in Tüte hinter Leitplanke in Kiel : Gefundene Knochen gehören zu Frauenleiche

Hinter einer Leitplanke am Wiener Kreisel in Kiel lag ein Müllsack mit Menschenknochen. Foto: dpa
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Hinter einer Leitplanke am Wiener Kreisel in Kiel lag ein Müllsack mit Menschenknochen. Foto: dpa

Eine Autofahrerin hat hinter einer Leitplanke der B76 einen Müllsack entdeckt, aus dem Menschenknochen ragten. Sie gehören höchstwahrscheinlich zu einer weiblichen Leiche.

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18. April 2013, 11:39 Uhr

Kiel | Die in Kiel gefundenen Menschenknochen gehören höchstwahrscheinlich zu einer weiblichen Leiche. Davon sei aufgrund der Begutachtung durch den Rechtsmediziner auszugehen, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch. "Das ist relativ sicher." Skelett und Schädelform ließen darauf schließen. Die Frau sei vermutlich zwischen 18 und 40 Jahre alt gewesen. "Nähere Erkenntnisse haben wir derzeit nicht", sagte Bieler. Weitere Untersuchungen sollen klären, warum, wann und wie die Frau starb. Der Fund wird jetzt abgeglichen mit bisher bekanntgewordenen Vermisstenfällen.

Eine Autofahrerin hatte den Sack am Dienstagabend entdeckt, als sie an einer roten Ampel beim Wiener Kreisel warten musste. "Sie sah, dass Knochen aus dem Sack in der Böschung hinter der Leitplanke herausragten und verständigte die Polizei", sagte ein Polizeisprecher.

Spekulationen um Vermissten

Spurensicherung und Mordkommission fuhren zu dem Fundort an der Bundesstraße 76 in Elmschenhagen. Der große blaue Sack mit den weitgehend skelettierten menschlichen Überresten wurde in die Rechtsmedizin gebracht.

"Die Tüte muss schon länger dort gelegen haben", sagte Polizeisprecher Bernd Triphan gegenüber shz.de. Wie lange, konnte noch nicht festgestellt werden. Die Kriminalpolizei geht derzeit davon aus, dass der Müllsack schon vor mehreren Monaten dort abgelegt wurde. Bei den Knochen fanden sich außerdem Kleidungsreste, wahrscheinlich die einer Hose, die bereits stark verwittert waren.

Zeugen, die an der Auffahrt zum Wiener Kreisel verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sollten sich mit den Ermittlern unter der Telefonnummer 0431 - 160-3333 in Verbindung setzen.

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