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Kiel : Gaskraftwerk: Verunsicherter Stadtwerke-Betriebsrat will Klarheit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hängepartie um den Bau des Gasmotorenkraftwerks der Kieler Stadtwerke AG.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 06:50 Uhr

Die Mannheimer MVV Energie AG, die 51 Prozent an dem Kieler Unternehmen hält, will vorerst keine weiteren Mittel für das 280 Millionen-Projekt freigeben. Die Stadt Kiel als Minderheitsaktionärin ist verärgert, der Betriebsrat der Stadtwerke alarmiert.

Die Mitarbeitervertretung reagierte gestern auf Medienberichte, nach denen der Konflikt um den Bau des Kraftwerks die Stadtwerke Millionen kosten könnte. Das wäre dann der Fall, wenn das derzeit noch betriebene Gemeinschaftskraftwerk auf dem Kieler Ostufer auch nach dem Jahr 2015 weiter am Netz bleiben müsse. Die Mehrkosten für den Weiterbetrieb werden mit jährlich rund 18 Millionen Euro angegeben.

In einem offenen Brief an den Vorstand von MVV Energie drängt der Betriebsrat auf „Antworten auf die öffentlich gestellten Fragen“, die für „Verunsicherung“ in der Belegschaft sorgten. Das geplante neue Kraftwerk sei „das zentrale Element zur Sicherung der Zukunft unseres Unternehmens“, heißt es in dem Schreiben.

Bereits jetzt liegt der Bau des Kraftwerks drei Monate hinter den Planungen zurück. Ein zweites Teilbudget von 40 Millionen Euro für das Projekt sollte am 3. März vom Aufsichtsrat freigegeben werden. Dass es dazu noch kommt, gilt nach einer vorbereitenden Sitzung als fraglich. Mauert MVV Energie weiter, bleiben den Stadtwerken die Hände gebunden für Verhandlungen mit Banken und Behörden, um Kapital und Genehmigungen für den Bau einzusammeln.

Einen offenen Konflikt mit MVV vermeidet das Rathaus bisher. Intern aber ist von Hinhaltetaktik der Mannheimer die Rede. Zudem wird darüber spekuliert, dass MVV Energie das Kraftwerk in Kiel nicht mehr weiter verfolge, weil Investitionen in andere Projekte bessere Renditen versprächen.

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