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Den Leerstand nutzen : „Futur 3“ bringt Kunst in die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Leerstand im Kieler Zentrum macht erfinderisch. In zwei früheren Geschäftsräumen ziehen für eine Woche die jungen wilden Kreativen ein. Ein Zusammenschluss namens „Netzwerk Revolutionäre Ungeduld“ organisiert ein Festival namens „Futur 3“.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2017 | 18:25 Uhr

Jahrelang war hier ein Fahrradladen untergebracht inclusive der Werkstatt. Vorher wurde hier mit Textilien gehandelt. Und noch viel früher – ältere Menschen erinnern sich – verkaufte an dieser Stelle der angesehene Laden von Kihr Goebel Schallplatten und Geräte der Unterhaltungselektronik. Seit geraumer Zeit steht der Pavillon am Alten Markt in der Kieler Innenstadt leer, heute aber wird er für eine Woche zum Zentrum eines Kunst-Projektes. Des ersten „Futuristischen Festivals“ in Kiel, wie Ursula Schmitz-Bünder sagt, die Pressesprecherin der Muthesius-Kunsthochschule.

Muthesius-Absolventen und andere kreative Menschen haben sich im „Netzwerk Revolutionäre Ungeduld“ zusammengefunden. Dichter und Keramiker, Filmemacher und Maler, Musiker und Aktionskünstler suchen die öffentliche Präsentation und die öffentliche Debatte. Zugute kam ihnen der Leerstand im Kieler Zentrum. Janine-Christine Streu, Innenstadt-Managerin bei Kiel-Marketing, sucht stets nach sinnvollen Zwischennutzungen für die Räumlichkeiten. Schon um die Attraktivität zu steigern.

Herausgekommen ist jetzt das Festival „Futur 3“. Neun Tage lang, von heute bis Sonnabend, 28. Oktober, stehen die Türen des Pavillons auf dem Alten Markt und der benachbarten Räume eines ehemaligen Lokals an der Flämischen Straße Passanten offen. Jeweils von 12 bis 18 Uhr. Höhepunkt ist am Donnerstag, 26. Oktober, um 20 Uhr die Verleihung des ersten „EverybodyWantsArt Award“. Der Name ist Programm. Die beteiligten Kreativen sind überzeugt, dass eigentlich Jedermann Kunst möchte. Dirk Mirow, der Muthesius-Kanzler, drückte es so aus: „Wir erreichen mit dem Festival kunstferne Menschen.“ Schmunzelnd fügte er hinzu: „Irgendwann nehmen wir dann das Rathaus in Beschlag.“

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