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„Castello“-Brandstifter gefasst : Für welche Taten ist er noch verantwortlich?

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Polizei ist überzeugt, dass sie die Brandstiftung im Kiosk „Castello“ im Schrevenpark aufgeklärt hat. Am Mittwoch nahm sie einen 28-Jährigen unter dringendem Tatverdacht fest. Der Mann, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt, soll in der Nacht auf den 9. Juni das Feuer gelegt haben.

Ein Zeuge hatte die Kriminalpolizei auf die Spur des Mannes gebracht. Laut dessen Aussage hatte der ihm bekannte Tatverdächtige am Tag vor dem Brand einen Streit mit dem Betreiber des „Castello“ gehabt – und nach der Tat hätte er dem Zeugen die eigene Brandstiftung gebeichtet. Die Kriminalpolizei leitete umgehend eine Fahndung nach dem 28-Jährigen ein, gestern konnte das Direktionsfahndungskommando ihn in der Gartenlaube seines Bruders festnehmen. Interessante Anmerkung der Polizei von gestern: „Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige auch für weitere Brandstiftungen aus den letzten Monaten verantwortlich sein könnte.“ Nähere Angaben wurden allerdings noch nicht gemacht.

Die Serie der mutmaßlichen Brandstiftungen geht indessen weiter. In der Nacht zum Freitag brannten in Dietrichsdorf auf dem Kieler Ostufer an zwei getrennten, aber benachbarten Standorten die Abfallcontainer. Gegen Mitternacht hatte ein aufmerksamer Bürger aus dem Masurenring der Rettungsleitstelle den Brand gemeldet. Gemeinsam mit der Freiwilligen Wehr aus Dietrichsdorf konnte der Einsatzzug der Ostwache die Feuer an einem früheren Einkaufsmarkt am Masurenring sowie an der Insterburger Straße schnell löschen. Nach 45 Minuten war der nächtliche Einsatz beendet.

Nachlässigkeit ist der Grund für zwei weitere Einsätze der Berufsfeuerwehr. Am Kleinen Kuhberg hatte um 13.50 Uhr ein Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus angeschlagen, zudem quoll aus einem Fenster dicker Rauch. Ein Trupp der Berufsfeuerwehr lokalisierte schnell die Brandursache: ein angebranntes Toastbrost im Backofen. Ähnliche Szene am späten Abend an der Rendsburger Landstraße: Auf einem Elektroherd schmorte ein Kunststoffbrett vor sich hin. In beiden Fällen waren die Wohnungsinhaber nicht zu Hause, sie hatten offenbar vergessen, ihre Küchengeräte abzuschalten.

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erstellt am 23.Jun.2017 | 13:21 Uhr

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