Fünf Verletzte nach Explosion bei Stryker

Selbst die Fenster im Treppenhaus hielten der Explosion nicht stand.
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Selbst die Fenster im Treppenhaus hielten der Explosion Ende November nicht stand.

shz.de von
27. November 2013, 07:00 Uhr

Ein lauter Knall, zerborstene Fenster und Türen, überall Rauch und Qualm. So beschreiben die Mitarbeiter der Medizintechnik-Firma Stryker aus Schönkirchen bei Kiel die Explosion um 9.14 Uhr gestern Morgen in ihrer Firma. „Nach dem Knall ging direkt unsere Brandmeldeanlage los“, sagt Frank Otto. Das war der Moment, in dem der Produktentwickler zum Feuerwehrmann wurde, Otto ist Brandschutzbeauftragter bei Stryker.

Sofort machte sich der firmeneigene Erkundungstrupp mit Atemschutzgerät auf die Suche nach verletzten Mitarbeitern, alle 300 Mann aus der Frühschicht wurden in die Kantine einer benachbarten Firma evakuiert. Insgesamt fünf Menschen wurden verletzt, drei von ihnen – einer davon ist schwer verletzt – kamen sofort ins Krankenhaus, die beiden anderen konnten vor Ort behandelt werden.

Otto sah, dass alle Fenster und Türen der betroffenen unteren Etage „inklusive Rahmen rausgeflogen“ waren. Die Zwischendecken, auf denen schwere Maschinen stehen, hängen nach der Explosion herab.

Etwa eine Stunde nach der Evakuierung wurden die Mitarbeiter nach Hause geschickt. Der Schock stand ihnen noch deutlich ins Gesicht geschrieben. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Schreibtisch, Papier – einfach alles flog durch die Luft“, erzählt Rainer Schiefer, CNC-Zerspaner. Alle Mitarbeiter aus dem betroffenen Bereich haben fluchtartig das Gebäude verlassen, so auch er.

Was genau zur Explosion geführt hat, wird von der Kripo ermittelt. Ein Statiker muss prüfen, ob das Gebäude einsturzgefährdet ist. Erst dann kann ein Elektro-Sachverständiger hinein, um eine mögliche Ursache festzustellen. Bisher seien lediglich drei kleinere Brandherde sichtbar. Ob die Mitarbeiter heute wieder ins Gebäude können, ist unklar.

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