Kiel-Hauptbahnhof : Fünf Festnahmen bei Kurden-Demonstration

Rund 120 Menschen hatten sich am Mittag vor dem Hauptbahnhof versammelt.

shz.de von
14. Januar 2017, 16:16 Uhr

Kiel | Am Rande einer pro-kurdischen Demonstration in Kiel sind am Samstag fünf Teilnehmer festgenommen worden. Sie wurden als Gewalttäter vorangegangener Demonstrationen in Lübeck und Kiel identifiziert, wie die Polizei mitteilte. Zunächst berichtete die Polizei über Twitter von drei Festnahmen.

Rund 120 Menschen hatten sich am Mittag vor dem Hauptbahnhof versammelt. Auf einem Transparant war zu lesen: „Weg mit dem Verbot der PKK!“. Weil es Hinweise darauf gegeben habe, dass einige der Demonstranten Waffen bei sich führten, hätten die Einsatzkräfte Teilnehmer kontrolliert, sagte ein Polizeisprecher. „Sie haben sich teilweise aber geweigert, sich durchsuchen zu lassen.“ Es sei von den Beamten aber nichts sichergestellt worden.

Nach rund einer Stunde wurde die Demonstration von den Teilnehmern selbst beendet.
Daniel Friederichs
Nach rund einer Stunde wurde die Demonstration von den Teilnehmern selbst beendet.
 

Unter dem Motto „Freiheit für Öcalan“ wollten Kurden am Sonnabend eine Demonstration in der Kieler Innenstadt abhalten. Doch die Demo war beendet, ehe sie richtig gestartet wurde. Die Polizei berichtet über ihren Twitter-Account, dass sie die Versammlung nicht beendet hätten. Der Anmelder sei mit den Auflagen für die Demo nicht einverstanden gewesen.

 

Im Zeitraum zwischen 13 und 15 Uhr rechnet die Polizei mit kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen. Der Protestzug sollte eigentlich um 13 Uhr am Kieler Hauptbahnhof starten und anschließend durch den Innenstadtbereich wieder zurück zum Hauptbahnhof führen. Erwartet wurden nach Angaben der Polizei mehrere hundert Teilnehmer.

Das Verhältnis zwischen Kurden und Erdogan-freundlichen Türken ist angespannt. Im Dezember war eine Türken-Demo von Kurden attackiert worden. Die Polizei hofft, dass diesmal Auseinandersetzungen ausbleiben, ist aber auf alle Eventualitäten vorbereitet. Einzelheiten nannte der Polizeisprecher gestern nicht. 

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