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Neubau der TKMS : Fregatte „Adler“ an algerische Marine übergeben

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Die Fregatte mit der taktischen Kennung „910“ wurde am Dienstag in Kiel festlich geschmückt und führt nun die algerische Flagge.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 15:16 Uhr

Kiel | Am Dienstag ist in Kiel die erste - aus diesem Anlass feierlich geschmückte - Fregatte vom Typ „Meko A-200ALG“ bei der Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) an Algerien übergeben wwrden. Die Fregatte, die in der Bauphase mit dem Decknamen „Adler“ bezeichnet wurde und die taktische Kennung „910“ trägt, führt seit Dienstag die algerische Landesflagge an Bug und Heck. Arabische Schriftzeichen zeugen vom neuen Namen des Schiffes.

Rüstungsexporte sind für die Bundesrepublik wirtschaftlich lukrativ. Immer wieder gibt es jedoch Kritik an Waffen- und Ausrüstungslieferungen in potentielle Krisenregionen. Die Lieferung von Panzern an das Golfemirat Katar wurde wegen dessen Beteiligung an den Auseinandersetzungen im Jemen heftig kritisiert.

Nach Medienangaben soll es sich um die erste von vier Fregatten desselben Typs handeln, die die Bauwerft TKMS für Algerien baut. Das Bauprojekt ist streng geheim. Eine offizielle Bestätigung zu dem Bau und der offenbar am Dienstag übergebenen Fregatte durch die Bauwerft TKMS erfolgt nicht.

Die algerische Flagge weht am Heck der neuen Fregatte vom Typ „Meko A-200ALG“.
Die algerische Flagge weht am Heck der neuen Fregatte vom Typ „Meko A-200ALG“. Foto: Rolf Dunkel
 

Die zweite algerische Fregatte desselben Typs mit der taktischen Kennung „911“ liegt bereits an Pier und befindet sich in der Ausrüstungsphase.

Zur Bewaffnung des Schiffes sollen Anti-Schiffsraketen des Typs „Saab Bofort Dynamics RBS 15 MK 3“, vertikal verschießbare Boden-Luft Flugkörper von „Denel Dynamics“, eine Oto-Melara-Hauptkanone sowie zwei 27mm Rheinmetall Nahbereichskanonen zählen. Auch das Mitführen von Luftfahrzeugen ist bei dieser Fregatte möglich.

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