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Ruhestand : Frauenwerk-Pastorin nimmt Abschied

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Elisabeth Christa Markert leitet seit der Jahrtausendwende das Frauenwerk im Kirchenkreis Altholstein. Jetzt geht die Vertreterin der feministischen Theologie in Ruhestand. Die Feier findet am Freitag, 11. März, um 15 Uhr bei St. Nikolai statt.

Die langjährige Leiterin des Frauenwerks Altholstein, Pastorin Elisabeth Christa Markert (Foto), geht in den Ruhestand. In einem Gottesdienst am kommenden Freitag, 11. März, wird sie um 15 Uhr in der Kieler Kirche St. Nikolai feierlich verabschiedet. Seit 2000 leitete sie das Frauenwerk des Kirchenkreises, zuerst in Kiel, dann von Neumünster aus. Unzählige Seminare zur Biografie- und Erinnerungsarbeit, zu weiblicher Spiritualität, Märchen- und Traumarbeit hat sie mit viel Engagement gestaltet. Auch Themen wie unbewusst weitergegebene Traumata aus der NS-Zeit und Trauerarbeit waren ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit, die ausdrücklich auf der feministischen Theologie fußt. „Sich vorzustellen, dass Gott weibliche Aspekte hat, ist bereichernd“, erklärt sie. „Die Bibel selbst gebraucht an vielen Stellen weibliche Bilder für Gott, der uns wie eine Mutter tröstet.“

In der biografischen Arbeit hat sie erlebt, dass Frauen von Denk- oder Gefühlsmustern geprägt sind, die Eltern und Großeltern ihnen gleichsam vererbt haben. Angst, wie sie Menschen im Krieg hatten, unerklärliche Schuldgefühle oder ein extremer Perfektionsdrang seien Symptome dafür, erläutert Elisabeth Markert. Spiritualität ist für sie dabei eine heilsame und schöpferische Kraft. „Ruhestand ist ein seltsames Wort", lächelt sie, „als würde man ruhiggestellt“. Die Pastorin fügt hinzu: „Ich weiß, dass ich in meinem neuen Stand noch viele Möglichkeitsräume entdecken werde, mit denen mich Gott oder die Ewige geschaffen hat.“

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erstellt am 06.Mär.2016 | 18:14 Uhr

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