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Module wie im Stecksystem : Frauenklinik erhält Übergangsbau

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit Modulen hat das Universitäts-Klinikum in Kiel bereits gute Erfahrungen gemacht. Jetzt entsteht auch das Interimsgebäude der Frauenklinik nach diesem System. Für drei Jahre gilt diese Lösung – dann steht der moderne Neubau.

Der Umbau des Uni-Klinikums schreitet voran. In Modul-Bauweise entsteht gegenwärtig der Übergangsbau der Frauenklinik: viergeschossig, 56 einzelne „Bausteine“, 3000 Quadratmeter Grundfläche, behindertengerecht und stufenlos. Jedes Modul hat eine Größe von vier mal 17 Meter und ist von der Einrichtung gleich auf Krankenhaus ausgelegt. „Man erkennt im Inneren nicht, dass es sich um Module handelt“, erklärt Jens Scholz, der Vorstandschef des UKSH. Das Gebäude verfügt über Behandlungsräume ebenso wie über Ein- und Zwei-Bett-Zimmer.

Spezialkräne hieven in diesen Tagen die tonnenschweren, aus Süddeutschland angelieferten Module an ihre Plätze, noch vor Weihnachten sollen die „Baukasten-Arbeiten“ abgeschlossen sein. Im Februar soll das Haus seinen Betrieb aufnehmen – für maximal drei Jahre. In dieser Zeit wird dann die alte benachbarte Frauenklinik nahezu vollständig abgerissen und als moderner Neubau errichtet. Das kombinierte Mutter-Kind-Zentrum verfügt über eine große Ambulanz, über vier ambulante OP’s und etwa 190 Betten. Das Projekt ist Teil des „Masterplans“ des Uni-Klinikums, der insgesamt 520 Millionen Euro verschlingt.

Dabei wird sich das Gesicht des UK grundlegend verändern. Statt einzelner Gebäude für die verschiedenen Kliniken wie bisher werden sämtliche medizinischen Einheiten unter einem großen Dach zusammengefasst. Wer sein Auto im Parkhaus abgestellt und den Haupteingang hinter sich gelassen hat, kann künftig „trockenen Fußes“ alle Stationen erreichen, wie Scholz betont. Er spricht auch von einem „großen Broadway“, der am Gebäude entlang den Weg freigibt zum Alten Botanischen Garten und damit zur Förde. Dieser Ausblick ist Patienten wie Besuchern bislang versperrt.

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erstellt am 16.Dez.2015 | 19:14 Uhr

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