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Forscher in den "Höhlen der Toten"

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Donnerstag startet der Film "Verborgene Welten 3D"

Kiel | Der Name klingt grausig - "Die Höhlen der Toten". Drei Wochen lang war ein Filmteam um Regisseur Norbert Vander und vier Forschungstaucher der Kieler Christian-Albrechts-Universität im mexikanischen Dschungel unterwegs, um das größte Unterwasserhöhlensystem der Welt, die Cenoten von Yucatan, auf einen Film zu bannen. Weitgehend unerschlossen, vermuten Forscher dort die Lösung eines der größten Geheimnisse der Menschheitsgeschichte - den Schlüssel zum Untergang der Maya-Kultur.

Das über 1000 Kilometer große Areal diente den Maya als einzige Wasserversorgung. Gleichzeitig galten die Höhlen als der Eingang zu Xibalba, der Unterwelt. Ein Ort, an dem man den Göttern Opfer darbrachte. Die Relikte dieser Handlungen befinden sich noch heute dort, über 1000 Jahre unter Wasser konserviert.

Die Dokumentation begleitet die vier Forschungstaucher des Instituts für Ur- und Frühgeschichte auf ihrer Entdeckungsreise in diese "Verborgenen Welten". Auch in technischer Hinsicht wurde dabei Neuland betreten. Kamerasysteme und Unterwassergehäuse wurden eigens konstruiert, um den speziellen Bedingungen der Tauchgänge standhalten zu können und ein dreidimensionales Erlebnis zu garantieren. Und die Mühen scheinen sich gelohnt zu haben: "Verborgene Welten 3D" wurde auf dem US International Film & Video Festival in Los Angeles mit einem "Certificate for Creative Excellence" ausgezeichnet.

Ab Donnerstag können Interessierte deutschlandweit im Kino mit den Kieler Forschern in die Höhlen Mexikos abtauchen und Jahrtausende alte Kulturrelikte aufspüren. Die Taucher und den Regisseur persönlich kennen lernen können Kinogäste bei der Vorführung in Kiel am Donnerstag, 15. August, um 20 Uhr im Cinemaxx.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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