Am Strand zu Teuer : Förde Festival 2015 auf der Kippe

Fast malerisch: Der Auftritt von Jupiter Jones 2014 beim Förde Festival in Laboe.
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Fast malerisch: Der Auftritt von Jupiter Jones 2014 beim Förde Festival in Laboe.

Was wird aus dem Förde Festival in Laboe? Die Kieler Veranstalter haben gestern verkündet, dass sie einen neuen Veranstaltungsort suchen – und die dritte Auflage wohl nicht 2015 klappen wird.

shz.de von
14. Januar 2015, 12:01 Uhr

Es begann „Unheilig“ und sorgte für 8  500 Besucher am feinsandigen Strand von Laboe: Das Förde Festival, ursprünglich als einmaliges Konzert gedacht, entwickelte sich weiter – im vergangenen August lockten Auftritte von Revolverheld, Jupiter Jones, Bosse, Johannes Oerding und anderen deutschsprachigen Künstlern bereits 10  000 Gäste an die Kieler Förde. Doch wie gestern bekannt wurde, steht die dritte Auflage zurzeit auf der Kippe.

„Aktuell ist unklar, wann die Fortsetzung an den Start geht“, teilten die Veranstalter mit. Zumindest in diesem Jahr sei die Realisierung unwahrscheinlich, hieß es. „Es wäre schon ein großes Wunder, wenn wir das Förde Festival noch 2015 umsetzen können.“

Grund sind die hohen Kosten, wie der Initiator des Festivals, der Chef einer Edeka-Filiale in Kiel-Suchsdorf, Sven Fiedler, erklärte. Es gehe um Mehrausgaben in Höhe von 35 Prozent, wenn das Equipment an den Strand gebracht werden müsse.

Die Veranstalter haben sich nach der zweiten Veranstaltung in 2014 neu aufgestellt. Thomas Voigt, seit mehr als 20 Jahren in der Event- und Marketingbranche aktiv, ist mittlerweile Geschäftsführer der Förde Festival Gmbh. Er ergänzte: „Laboe als Veranstaltungsort für das Förde Festival war super, allerdings durch den Aufbau am Strand mit ziemlich viel Aufwand verbunden.“ Eine alternative Fläche habe man bereits im Blick, sagte Fiedler, der aber keine Details nennen wollte. Sie sei zentraler gelegen und „natürlich an der Förde“. Die Genehmigungsphase werde noch ein bis zwei Monate dauern. „Mit heißer Nadel lässt sich so ein Festival nicht auf die Beine stellen“, sagte Fiedler. Noch im vergangenen Dezember habe man mit 20 interessierten Künstlern Gespräche geführt, denen aber aufgrund der unklaren Location wieder absagen müssen. Namen wollte Fiedler ebenfalls nicht nennen. Er bekräftigte aber: „Es soll weitergehen.“






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