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Flugplatz und Airpark müssen sich bewähren

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Heiße Debatte in der Ratsversammlung / Zukunft ungewiss

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erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | In Sachen Flughafen Kiel-Holtenau bewegte sich jetzt in der jüngsten Ratsversammlung zwar einiges - allerdings nur im Kreis. Gleich drei Anträge von verschiedenen Parteien standen zu dem Thema auf der Tagesordnung. Letztlich wurden alle drei zwar heiß diskutiert, am Ende aber bis zum Herbst zurückgestellt.

Aktuell befindet sich der Airpark, das Gewerbegebiet mit Landebahn auf dem Gelände des Kieler Flughafens noch in der wirtschaftlichen Entwicklung, Gespräche mit potenziellen Investoren wurden seitens der Flughafen Kiel GmbH geführt. Optimal ist die Lage allerdings noch nicht, wie Stadt-Pressesprecher Tim Holborn bestätigt: "Nach jetziger Beschlusslage wird mit Nachdruck versucht, den Airpark weiterzuentwickeln. Aber die Ergebnisse und die Zahlen müssen sich deutlich verbessern."

In der Ratsversammlung hatten sich CDU und FDP mit ihren Anträgen hinter den Airpark gestellt, die Linke hingegen beantragte die Stilllegung des Verkehrslandeplatzes Kiel-Holtenau sowie die Suche nach "einer neuen städtebaulichen Lösung mit Wohnen, Gewerbe und Freizeitwirtschaft".

Auch die Meinungen zum bisherigen Erfolg des Airparks, dessen Entwicklung im Dezember 2010 beschlossen wurde, gehen weit auseinander. So sieht die CDU laut ihres Antrages die bisherige Entwicklung als positiv an und in dem Airpark eine wichtige Infrastruktur für Kiel. In den Augen der Linkspartei dagegen ist das luftfahrtaffine Gewerbegebiet auf dem Gelände des Kieler Flughafens "weiterhin weitgehend funktionslos. Eine wirtschaftliche Belebung ist nicht eingetreten und in Zukunft auch nicht zu erwarten." Eine Fortsetzung der Diskussion wird folgen.

Der Linienflugverkehr über Kiel-Holtenau war im Jahr 2006 eingestellt worden, eine Wiederaufnahme ist derzeit durch städtische Beschlüsse ausgeschlossen. Momentan wird er noch für Geschäftsfliegerei, medizinische Flüge (beispielsweise Transplantationsflüge), für Zieldarstellungen und militärische Flugbewegungen sowie für den Luftsport genutzt. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 19 000 Flugbewegungen am Verkehrslandeplatz Kiel-Holtenau. Auf dem Areal befindet sich auch eine Schulungs- und Fortbildungseinrichtung für Techniker, eine Flugbenzin-Tankstelle, eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes. Außerdem sind Unternehmen aus dem Bereich Wartung und Reparatur von Luftfahrzeugen im Airpark angesiedelt.

Seit dem 1. Januar 2012 ist Betreiber des Flughafens und des Airparks die Flughafen Kiel GmbH - ein Tochterunternehmen der Seehafen Kiel GmbH, die ein Unternehmen der Landeshauptstadt ist. Im Kieler Airpark haben sich einige Unternehmen bereits angesiedelt, weitere sollen folgen. Zudem will die Stadt die Zuschüsse weiter senken, die derzeit pro Jahr fällig werden. Waren es im Jahr 2011 noch 1,2 Millionen Euro und im vergangenen Jahr 960 000 Euro, so ist für dieses Jahr ein Zuschuss von rund 522 000 Euro für das Projekt vorgesehen.

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