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Kiel

18. Oktober 2017 | 13:45 Uhr

Flugplatz muss sich bewähren

vom

Heiße Debatte in der Ratsversammlung

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | In Sachen Flughafen Kiel-Holtenau bewegte sich in der Ratsversammlung zwar einiges - allerdings nur im Kreis. Drei Anträge von verschiedenen Parteien standen zu dem Thema auf der Tagesordnung. Letztlich wurden alle heiß diskutiert, am Ende aber bis zum Herbst zurückgestellt.

Aktuell befindet sich der Airpark, das Gewerbegebiet mit Landebahn auf dem Flughafen, noch in der wirtschaftlichen Entwicklung, Gespräche mit potenziellen Investoren wurden geführt. Optimal ist die Lage allerdings noch nicht, wie Stadt-Pressesprecher Tim Holborn bestätigt: "Nach jetziger Beschlusslage wird mit Nachdruck versucht, den Airpark weiterzuentwickeln. Aber die Ergebnisse und die Zahlen müssen sich deutlich verbessern."

In der Ratsversammlung hatten sich CDU und FDP hinter den Airpark gestellt, die Linke beantragte die Stilllegung des Verkehrslandeplatzes sowie die Suche nach "einer neuen städtebaulichen Lösung mit Wohnen, Gewerbe und Freizeitwirtschaft".

Auch die Meinungen zum bisherigen Erfolg gehen weit auseinander. So sieht die CDU die bisherige Entwicklung als positiv an und in dem Airpark eine wichtige Infrastruktur für Kiel. In den Augen der Linkspartei dagegen ist das Gewerbegebiet "weiterhin weitgehend funktionslos. Eine wirtschaftliche Belebung ist nicht eingetreten und in Zukunft auch nicht zu erwarten." Eine Fortsetzung der Diskussion wird folgen.

Der Linienflugverkehr über Holtenau war 2006 eingestellt worden, eine Wiederaufnahme ist derzeit durch städtische Beschlüsse ausgeschlossen. Momentan wird er für Geschäftsfliegerei, medizinische Flüge, für Zieldarstellungen und militärische Flugbewegungen sowie für den Luftsport genutzt. Im vergangenen Jahr gab es 19 000 Flugbewegungen. Auf dem Areal befindet sich auch eine Schulungs- und Fortbildungseinrichtung für Techniker, eine Flugbenzin-Tankstelle, eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes.

Seit dem 1. Januar 2012 ist Betreiber des Flughafens und des Airparks die Flughafen Kiel GmbH - ein Tochterunternehmen der Seehafen Kiel GmbH, die ein Unternehmen der Landeshauptstadt ist. Im Airpark haben sich einige Unternehmen bereits angesiedelt, weitere sollen folgen. Zudem will die Stadt die Zuschüsse weiter senken, die derzeit pro Jahr fällig werden. Waren es im Jahr 2011 noch 1,2 Millionen Euro und im vergangenen Jahr 960 000 Euro, so ist für dieses Jahr ein Zuschuss von rund 522 000 Euro für das Projekt vorgesehen.

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