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Bei Kiel : Fliegerbomben in Schwentinental entschärft – Straßen frei

vom

140 Menschen mussten ihren Wohnungen verlassen. Jetzt gibt die Polizei Entwarnung.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 13:25 Uhr

Schwentinental | Die beiden Fliegerbomben in Schwentinental (Kreis Plön) bei Kiel sind erfolgreich entschärft worden. Die Arbeiten verliefen weitgehend problemlos, teilt die Polizei am Mittag mit. Sämtliche Straßensperrungen sind seit 13 Uhr aufgehoben.

Die zwei je 250 Kilogramm schweren Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg waren seit 10.35 Uhr entschärft worden. Gegen 11.25 Uhr war die erste Bombe entschärft, gegen 12.45 Uhr auch die zweite - und die Experten vom Kampfmittelräumdienst konnten Entwarnung geben.

In einem Umkreis von rund 500 Metern um den Fundort mussten ab 10 Uhr sämtliche Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung verlief ohne Zwischenfälle.

Unter anderem waren eine Sperrung auf der B76 zwischen der Anschlussstelle zur Bundesstraße 202 und der Anschlussstelle Wakendorf eingerichtet.

Was versteht man unter einem Blindgänger?

Blindgänger sind Bomben, die bei ihrer Benutzung (Abschuss oder Abwurf) nicht oder nicht vollständig explodiert sind. Grund dafür kann neben falscher Bedienung auch technisches Versagen sein.

Woher stammen die alten Fliegerbomben in der Landeshauptstadt?

Allierte Flugzeuge warfen vor 70 Jahren tausende Bomben auf Kiel. Das hat Folgen bis heute: Immer wieder finden sich im Boden Blindgänger, die eine Gefahr darstellen. Als Marine- und Werftenstandort war Kiel im Zweiten Weltkrieg wiederholt schwer bombardiert worden. Die ersten Luftangriffe fanden nach Angaben des Stadtarchivs am 2. Juli 1940 statt, die letzten in der Nacht zum 3. Mai 1945. Insgesamt fielen bei 90 Luftangriffen 44.000 Sprengbomben, 900 Minenbomben und rund 500.000 Brandbomben. Fast 3000 Zivilisten starben, 167.000 Einwohner wurden obdachlos.

Wie werden die Bomben entdeckt?

Häufig werden Blindgänger unabhängig von der gezielten Suche bei Baumaßnahmen gefunden.

Wie lange dauert eine Bombenentschärfung?

Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Wie sollte ich mich als Bürger verhalten, wenn ich Munition entdecke?

Als Faustregel gilt: Munition nicht berühren und sofort den Kampfmittelräumdienst verständigen. Dies kann rund um die Uhr über die örtliche Polizei (110) oder das Lagezentrum des Kieler Innenministeriums (0431/1600) erfolgen. Der unsachgemäße Umgang mit Munition oder Teilen davon kann tödlich sein.

 

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Was ist der Blaulichtmonitor?

 
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