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Evakuierung an der Hörn : Fliegerbombe in Kieler Innenstadt gesprengt

vom

Erneut musste eine Fliegerbombe in Kiel unschädlich gemacht werden. Diesmal erwartete die Experten ein komplizierterer Fall.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2014 | 08:37 Uhr

Kiel | Die in Kiel aufgefundene Fliegerbombe ist am Samstagnachmittag erfolgreich durch Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes gesprengt worden. Die Arbeiten verliefen laut Polizei ohne nennenswerte Probleme. Sämtliche Straßensperrungen wurden aufgehoben, die betroffenen Personen konnten zurück an ihre Arbeitsplätze und in ihre Wohnungen.

Das rund 50 Kilogramm schwere sprengfähige Reststück einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war ab 15.15 Uhr näher untersucht worden. Eine Entschärfung kam nicht in Frage. Drei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes arbeiteten zeitgleich an der Bombe. Der Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Oliver Kinast, beschäftigte sich mit dem abgerissenen Zünder während seine Kollegen Kollath und Dietrich den Sprengstoff entfernten.

Die Spezialisten entschieden, dass das Relikt kontrolliert gesprengt werden muss. Die Bombe wurde in einem zwei Meter tiefen Erdloch deponiert und dort mit 500 Gramm PETN Sprengstoff gesprengt. Dabei ragte die offene Seite der Bombe nach oben. Ein Schaden entstand nicht. Die Sprengung um 16.30 Uhr verlief ohne Komplikationen.

Nachdem die Entschärfer sichergestellt hatten, dass von den Überresten keine Gefahr mehr ausging, wurden die Sperrungen um 16.45 Uhr aufgehoben.

Nach der Sprengung der Bombe wurden die restlichen Stücke des Sprengstoffs durch die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes eingesammelt und das Sprengloch eingeebnet. Die Reste werden auf dem Gelände des Kampfmittelräumdienstes abgebrannt.

Die Fliegerbombe hatte erneut für eine Evakuierung in Kiel gesorgt - diesmal fast mitten in der Innenstadt.  Fast 300 Menschen mussten ihre Wohnungen und Büros verlassen. Wichtige Straßen in der Nähe des Hauptbahnhofes wurden für mehrere Stunden gesperrt.

In diesem Jahr waren in Kiel bereits mehrere Weltkriegsbomben gefunden und entschärft worden. Der Leiter des Kampfmittelräumdienstes schätzt, dass in Kiel noch bis zu 1000 Blindgänger liegen.

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