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Filmische Reise feiert heute Premiere

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Dokumentation "Ostsee von oben": Erfolgs-Filmemacher im Studio-Kino am Dreiecksplatz zu Gast / Autor Dieter Suhr hat Film vorab angesehen

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Von Flensburg nach Ahlbeck auf Usedom in 90 Minuten - diese faszinierende filmische Reise können Kinobesucher erstmals heute im Kieler Studio-Kino am Dreiecksplatz erleben. Denn dort feiert der Film "Die Ostsee von oben" seine offizielle Deutschlandpremiere im Beisein der Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg, die sich nach ihrer Erfolgsdokumentation "Die Nordsee von oben" nun mit gleicher Leidenschaft der Ostsee gewidmet haben.

Die filmische Reise aus der Vogelperspektive zeigt dem Zuschauer viele ihm bekannte Orte und Landschaften aus einer völlig neuen Perspektive. Aufnahmen der gesamten deutschen Ostseeküste - ob nun die Städte entlang der Küste von Flensburg über Schleswig, Kappeln, Kiel und Lübeck bis hin nach Wismar, Rostock und Stralsund, bizarr anmutende Landschaften, heruntergekommene Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern, weite Mohnfelder, Strandleben und Seefahrt - zeigen dem Zuschauer seine Heimat so, wie sie die meisten sicher noch nicht kannten. Denn die Ostsee hat wohl die wenigsten bisher an die Karibik erinnert. Genau so aber muten einige Bilder aus der Vogelperspektive an.

Silke Schranz und Christian Wüstenberg haben das ganze Filmprojekt von der Recherche über Schnitt bis hin zu Vertonung und Filmverleih zu zweit gestemmt. Nur bei der Kameratechnik holten Sie sich Hilfe bei Spezialisten der Firma Vidicom in Hamburg. Zum Einsatz kam eine Spionagekamera, die für den amerikanischen Geheimdienst CIA entwickelt wurde. Die Hochleistungskamera macht nach ihren eigenen Angaben "völlig wackelfreie, gleitende und gestochen scharfe Aufnahmen." Die Cineflex, so das Duo, gelte als beste Helikopterkamera der Welt.

"Die Zuschauer zeigen mit dem Finger auf die Leinwand und fangen an zu tuscheln, weil immer wieder Orte auftauchen, die ihnen vertraut sind. Die Leute haben großen Spaß daran, aus der Luft ihre Lieblingsorte neu zu entdecken", sagt Silke Schranz.

Der Film beschränkt sich dabei nicht nur auf schöne Landschaftsbilder. Er gibt auch Antworten auf die Fragen der Zuschauer, die oftmals Strukturen oder Dinge sehen, die sie aus der ungewöhnlichen Perspektive nicht zu deuten wissen. Die Macher hinterfragen und erklären auch.

Unterlegt ist der Film mit Kommentaren, die interessante Infos zu Städten, Landschaften, Natur und Bauwerken - oftmals mit einer guten Portion Wortwitz - vermitteln. Oftmals sind es auch nur Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass die Stralsunder Marienkirche im 13. Jahrhundert das höchste Gebäude der Welt war. Oder die Erklärung, wie die Kieler Sprotten zu ihrem Namen kamen, obwohl sie eigentlich aus Eckernförde stammen. Auch das eine oder andere bislang unbekannte Kleinod in unmittelbarer Nähe kann man entdecken und sich so Ziele für kommende Ausflüge stecken.

Die Dokumentation zeigt in ihren 85 Minuten, dass die Ostsee viele verschiedene Gesichter hat - so wie die Menschen, die an ihr leben. Die Filmemacher Schranz und Wüstenberg haben nach eigener Aussage viel Herzblut in ihre Arbeit investiert. Das zeigt sich in einem sehenswerten Dokumentarfilm, bei dem die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug vergeht.

"Die Ostsee von oben"- Premiere: Freitag, 3. Mai, 20 Uhr, Studio-Kino, Wilhelminenstr. 10 (am Dreiecksplatz); anschl. weitere Vorpremieren in über 80 Städten, bundesweiter Kinostart: 23. Mai. Auch in Schleswig-Holstein beteiligen sich viele Kinos. "Die Ostsee von oben" läuft nicht nur im regulären Kinoprogramm, sondern auch in vielen Kinos zu Sonderveranstaltungen, Matineen oder in Veranstaltungssälen an der Ostseeküste und ganz Deutschland. Alle Infos zum Film auch im Internet unter www.die-ostsee-von-oben.de

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