Brandserie in Gaarden : Feuer auf Kieler Ostufer: Polizei sucht Zeugen – 5000 Euro für Hinweise

Ein Kinderwagen und ein Haufen Unrat: Schon wieder brennt es in Mehrfamilienhäusern in Kiel-Gaarden.

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08. Juli 2015, 11:48 Uhr

Kiel | Erneut hat auf dem Kieler Ostufer gebrannt. Kurz nacheinander gab es im Stadtteil Gaarden zwei Feuer. Die Polizei sucht dringend nach Zeugen – die Staatsanwaltschaft Kiel hat eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Überführung der oder des Täters führen.

Der erste Brand war am am Sonntagabend um 21.41 Uhr in der Pickertstraße 7 ausgebrochen, der zweite um 22.25 Uhr in der Jachmannstraße 14.

Zunächst hatte ein brennender Kinderwagen für starke Rauchentwicklung im Treppenhaus eines Wohngebäudes geführt. Die Feuerwehr rettete acht Bewohner mit einer Drehleiter aus dem Haus. Eine Frau musste mit dem Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Alle Anwohner konnten nach dem Löschen des Brandes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Schadenshöhe und Brandursache sind unbekannt.

Exakt 44 Minuten später musste die Feuerwehr um die Ecke das nächste Feuer löschen. Im Keller eines Wohnhauses brannte Unrat. Anwohner wurden nicht verletzt.

Nach Polizeiangaben ist noch unklar, ob die beiden Feuer mit der seit Dezember 2014 andauernden Brandserie in Verbindung stehen. Schon seit Monaten kommt es immer wieder zu Bränden auf dem Kieler Ostufer. Die Polizei vermutet mindestens zwei Brandstifter dahinter.

Bereits im Februar appellierte die Polizei an die Gaardener, achtsam zu sein.
Hauseingangstüren sollten stets geschlossen sein, so dass keine unberechtigten Personen die Häuser betreten können.
Zugänge zu Hinterhöfen und Kellerräumen sollten gegen den Zutritt Unbefugter gesichert sein und in den Treppenhäusern und Kellerräumen sollten keine leicht brennbaren Gegenstände abgestellt bzw. gelagert sein.
Kellerfenster sollten ebenfalls geschlossen sein, damit von außen keine brennenden Gegenstände in die Kellerräume geworfen werden können.
Seien Sie aufmerksam und verständigen Sie bei verdächtigen Beobachtungen lieber einmal zu viel die Polizei über 110!

shz.de zeigt die Feuer auf einer Karte:

Die tatsächlichen Tatorte können von den Markierungen abweichen. Die Angaben basieren auf den Straßennamen, die von der Polizei veröffentlicht wurden.

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